Tourismusarten und Entwicklungsmodelle
Tourismus tritt in vielen Formen auf - vom Kreuzfahrt- und Städtetourismus über Kultur- und Sporttourismus bis hin zu Rucksack-, Erholungs- und Gesundheitstourismus. Jede Form hat ihre eigenen Charakteristiken und Auswirkungen auf Zielregionen.
Das Wachstumszyklussmodell nach Buttler beschreibt die touristische Entwicklung in fünf Phasen: In der Erkundungsphase entdecken Pioniertouristen eine Region und fördern den informellen Tourismussektor. Die Erschließungsphase bringt Infrastrukturausbau und steigende Nachfrage. Während der Entwicklungsphase explodieren die Besucherzahlen und der formelle Tourismussektor bildet sich heraus. In der Konsolidierungsphase etabliert sich das Reiseziel, und in der Stagnationsphase werden Kapazitätsgrenzen erreicht. Eine mögliche sechste Phase ist die Neuorientierung.
Das Phasenmodell nach Vorlaufer betrachtet die Beziehung zwischen Kernregion und Peripherie: In der Initialphase fließen Arbeitskräfte und Investitionen in die Kernregion. Während der Wachstumsphase dehnt sich der Tourismus auf die Peripherie aus, bleibt aber abhängig. In der Konsolidierungsphase wird die Peripherie unabhängiger, was zum Abbau von Disparitäten führt.
Gut zu wissen: Die wirtschaftlichen Effekte des Tourismus lassen sich in drei Ebenen unterteilen: direkte Effekte (unmittelbare Touristenausgaben), indirekte Effekte (entstehen durch Vorleistungen) und induzierte Effekte (entstehen durch Ausgaben aus den Einnahmen der beiden ersten Kategorien).



