Wirtschaft im Wandel: Wirtschaftszweige und -sektoren
Unsere Wirtschaft ist in verschiedene Sektoren unterteilt, die unterschiedliche Rollen spielen. Der primäre Sektor umfasst die Urproduktion wie Landwirtschaft und Bergbau. Im sekundären Sektor werden Rohstoffe zu Waren verarbeitet. Der tertiäre Sektor deckt Dienstleistungen ab, während der quartäre Sektor hochwertige Spezialistendienste wie IT und Forschung beinhaltet.
Das Fourastié'sche Sektorenmodell erklärt den langfristigen wirtschaftlichen Wandel einer Gesellschaft. Es zeigt die Verschiebung der Beschäftigungsanteile vom primären zum sekundären und schließlich zum tertiären Sektor. Dieser Prozess führt zur Entwicklung von der Agrargesellschaft über die Industriegesellschaft zur Dienstleistungsgesellschaft.
Die Produktivitätssteigerungen im primären und sekundären Sektor durch Automatisierung setzen Arbeitskräfte frei, die dann vom tertiären Sektor aufgenommen werden. Heute führen moderne Informations- und Kommunikationstechnologien auch im Dienstleistungssektor zu erheblichen Produktivitätssteigerungen.
Gut zu wissen: Der informelle Sektor spielt besonders in Entwicklungsländern eine wichtige Rolle. Er umfasst nicht offiziell erfasste Klein- und Dienstleistungsgewerbe wie Straßenhandel oder Müllsammler und wird oft geduldet, obwohl keine Steuern gezahlt werden.
Der wirtschaftliche Wandel zeigt sich in drei Formen: Der sektorale Strukturwandel beschreibt die Verschiebung zwischen den Sektoren, während der intrasektorale Strukturwandel Veränderungen innerhalb eines Sektors bezeichnet. Der regionale Strukturwandel umfasst wirtschaftliche Veränderungen in bestimmten Gebieten, wie wir am Beispiel des Ruhrgebiets sehen werden.






