Physikalische Verwitterung
Stellt euch vor, wie Wasser Felsen zum Bersten bringt oder Salzkristalle Gestein wie winzige Sprengladungen zerlegen. Die physikalische Verwitterung zerlegt Gesteine mechanisch, ohne ihre chemische Zusammensetzung zu verändern.
Bei der Frostsprengung wird aus harmlosem Wasser in Felsspalten ein gewaltiges Werkzeug. Das gefrierende Wasser dehnt sich um 9% aus und erzeugt einen Sprengdruck von bis zu 2200 kg/cm². Das Ergebnis: kantiger Frostschutt und abgelöste Gesteinsblöcke in Hochgebirgen und subpolaren Gebieten.
Die Salzsprengung funktioniert ähnlich tückisch. Salzhaltiges Wasser dringt ins Gestein ein, verdunstet und hinterlässt wachsende Salzkristalle, die das Gestein von innen sprengen. Besonders in Wüsten und Küstenbereichen entstehen so Risse und die typische Schalenablösung.
Merktipp: Frostsprengung = Wasser gefriert und sprengt; Salzsprengung = Salzkristalle wachsen und sprengen!











