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2. Feb. 2026

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China und die imperialistischen Mächte - Geschichte LK Abi 2024 - Alle Infos

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Romney Schernewski

@romneyschernewski

China erlebte vom 18. bis zum frühen 20. Jahrhundert einen... Mehr anzeigen

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# China und die Imperialistischen Mächte

1) Zentrale Figuren der Qing-Dynastie vom 18. Bis zum 20. Jahrhundert:

1644 -> Herrschaftsbeginn

Zentrale Figuren der Qing-Dynastie

Die Qing-Dynastie herrschte von 1644 bis 1912 über China - eine Zeit voller Höhen und Tiefen. Während Kaiser Qianlong (1735-1796) das chinesische Reich zu seiner größten territorialen Ausdehnung führte, erlebten spätere Kaiser massive Krisen.

Kaiser Daoguang (1820-1850) musste sich gegen den britischen Opiumschmuggel zur Wehr setzen, was zum ersten großen Konflikt mit den Europäern führte. Sein Nachfolger Xianfeng (1850-1861) regierte während der schwersten Krise des Kaiserreichs mit Aufständen und dem zweiten Opiumkrieg.

Besonders spannend ist die Geschichte von Kaiserin Cixi und Kaiser Guangxu: Sie übernahm als Regentin die Macht für ihren minderjährigen Neffen, verbannte ihn aber 1898, als er zu schnelle Reformen durchsetzen wollte. Den Schlusspunkt setzte Kindkaiser Puyi, der 1912 mit nur vier Jahren zur Abdankung gezwungen wurde - das Ende von über 2000 Jahren Kaiserreich!

Merktipp: Die Qing-Dynastie begann stark unter Qianlong, wurde aber durch imperialistische Mächte immer schwächer.

# China und die Imperialistischen Mächte

1) Zentrale Figuren der Qing-Dynastie vom 18. Bis zum 20. Jahrhundert:

1644 -> Herrschaftsbeginn

Chinas Wandel und Mentalität

China blickt auf eine jahrtausendelange Geschichte als frühe Hochkultur zurück. Im 18. Jahrhundert erreichte das chinesische Kaiserreich unter der Qing-Dynastie seine größte Ausdehnung und schien autark zu sein - man dachte, alles selbst produzieren zu können.

Das 19. Jahrhundert wurde dagegen zum "Jahrhundert der Schande" wegen der politischen und wirtschaftlichen Dominanz fremder Mächte aus Europa, den USA und Japan. Viele Chinesen begannen sich trotzdem für westliche Ideen und Erfindungen zu begeistern.

Das sinozentrische Weltbild stellte China ins Zentrum der Welt - alle anderen galten als "Barbaren". Länder wie Korea oder Vietnam wurden als abhängige Vasallenstaaten betrachtet. Dieser Sinozentrismus wandelte sich im 19./20. Jahrhundert vom Kulturalismus (Orientierung an chinesischer Kultur) zum Nationalismus (Abgrenzung zu anderen Nationen).

Der Aufstieg Japans war ein echter Schock für China, denn plötzlich war ein asiatischer Nachbar überlegen geworden.

Wichtig: Das sinozentrische Weltbild prägte China jahrhundertelang, wurde aber durch den Imperialismus erschüttert.

# China und die Imperialistischen Mächte

1) Zentrale Figuren der Qing-Dynastie vom 18. Bis zum 20. Jahrhundert:

1644 -> Herrschaftsbeginn

Konfuzianismus und Herrschaftsvorstellungen

Der Konfuzianismus bildete das Fundament des chinesischen Staates. Diese Philosophie geht auf Konfuzius 6./5.Jahrhundertv.Chr.6./5. Jahrhundert v. Chr. zurück und sollte Ordnung in chaotischen Zeiten schaffen. Jeder Mensch bekam einen festen Platz in der Gesellschaft zugewiesen.

In der Qing-Dynastie wurde der Konfuzianismus zur Ausbildung kaiserlicher Beamten genutzt - das sollte ihre Loyalität sicherstellen. Problem: Das starre Festhalten an diesen Traditionen verhinderte wichtige Reformen. Konkurrierende Philosophien waren der Daoismus (Fokus auf Privatleben) und der Buddhismus (Weg zur geistigen Erleuchtung).

Das "Reich der Mitte" war Chinas Selbstbezeichnung mit doppelter Bedeutung: geografisch das Zentrum ihrer Hochkultur, aber auch die Vorstellung, das einzig zivilisierte Reich der Welt zu sein. Der Kaiser galt als "Sohn des Himmels" mit dem "Mandat des Himmels" - aber dieses konnte ihm auch wieder genommen werden!

Krisen und Naturkatastrophen deutete man als Zeichen für einen baldigen Herrscherwechsel. Der Kaiser sollte wie ein autoritäres Familienoberhaupt seine "Kinder" (die Untertanen) umsorgen und erziehen.

Eselsbrücke: Konfuzianismus = Ordnung durch feste Plätze für alle in der Gesellschaft.

# China und die Imperialistischen Mächte

1) Zentrale Figuren der Qing-Dynastie vom 18. Bis zum 20. Jahrhundert:

1644 -> Herrschaftsbeginn

Aufklärung und europäisches Selbstverständnis

Die Aufklärung des 17./18. Jahrhunderts brachte Europa neue Werte: Vernunft und wissenschaftliche Überprüfbarkeit statt blindem Glauben. Die Französische Revolution setzte diese Ideen durch - Menschen- und Bürgerrechte sowie Machtkontrolle der Herrschenden wurden zu europäischen Grundwerten.

Jetzt entstand das Konzept der "Nation": Europäer definierten sich über Kultur und Sprache, werteten dabei andere Kulturen ab und nannten sie "Barbaren". Gleichzeitig projizierten sie ihre Wünsche und Ängste auf fremde Kulturen.

Die Industrialisierung verstärkte das europäische Überlegenheitsgefühl noch mehr. Europäer entwickelten ein eurozentrisches Weltbild und ein krasses Sendungsbewusstsein - sie glaubten, andere Kontinente "zivilisieren" zu müssen.

Das führte zum neuen Kolonialismus: Als die alten Kolonialreiche in Amerika zerfielen, wandten sich die Europäer Afrika und Asien zu. China geriet dabei besonders ins Visier der imperialistischen Mächte.

Schlüsselwort: Sendungsbewusstsein = Europäer glaubten, die Welt "zivilisieren" zu müssen.

# China und die Imperialistischen Mächte

1) Zentrale Figuren der Qing-Dynastie vom 18. Bis zum 20. Jahrhundert:

1644 -> Herrschaftsbeginn

Industrialisierung und China-Bild

Die Industrialisierung veränderte Europa komplett: Urbanisierung, Massengesellschaft und krasse soziale Probleme (die "Soziale Frage") prägten den Alltag. Der Kapitalismus entstand mit freien Märkten, schuf aber auch eine Klassengesellschaft aus Unternehmern und abhängigen Arbeitern.

Marx und Engels entwickelten als Antwort den Sozialismus - Privateigentum sollte abgeschafft und eine "Diktatur des Proletariats" errichtet werden. Die Konkurrenz um Märkte trieb die europäischen Mächte dazu, weltweit nach neuen Absatzmärkten zu suchen.

Das europäische China-Bild wandelte sich dramatisch: Im 17./18. Jahrhundert bewunderte man China noch als stabilen Gelehrtenstaat mit "Philosophenkaisern". Chinesisches Porzellan und Stoffe waren der letzte Schrei in Europa.

Doch im 18./19. Jahrhundert kippte die Stimmung komplett: Plötzlich galt China als rückständige, despotische Gesellschaft, die in uralten Traditionen steckengeblieben war. Während des "Boxeraufstandes" um 1900 steigerte sich das zu echter Sinophobie ChinaAngstChina-Angst - Kaiser Wilhelm II. hielt sogar seine berüchtigte "Hunnenrede".

Wendepunkt: China wandelte sich in europäischen Augen vom bewunderten Vorbild zum rückständigen Objekt imperialistischer Begierde.

# China und die Imperialistischen Mächte

1) Zentrale Figuren der Qing-Dynastie vom 18. Bis zum 20. Jahrhundert:

1644 -> Herrschaftsbeginn

Reformversuche und Handelsbeginn

China reagierte auf jede militärische Niederlage mit Reformversuchen: Nach dem Ersten Opiumkrieg (1839-1842) passierte zunächst wenig, aber der Zweite Opiumkrieg (1856-1860) löste die Selbststärkungsbewegung aus. Die Niederlage gegen Japan (1894/1895) war ein enormer Schock und führte zur "Hundert-Tage-Reform". Der gescheiterte "Boxeraufstand" (1900/1901) brachte schließlich die "Neue Politik" hervor.

Trotz aller Bemühungen blieben die Reformen erfolglos - der Einfluss der imperialistischen Mächte wurde immer stärker.

Der internationale Handel begann im 16./17. Jahrhundert, als Europäer chinesische Produkte wie Tee, Seide und Porzellan entdeckten. Großbritannien stieg zur führenden Handelsmacht auf, kontrollierte Indien und gründete die mächtige Ostindien-Kompagnie.

China reagierte mit dem Kanton-System: Nur der Hafen Guangzhou war für Ausländer geöffnet, hohe Zölle sollten den Handel begrenzen. Die berühmte Macartney-Mission (1792/1793) scheiterte kläglich - die Briten wollten bessere Handelsbedingungen, aber der chinesische Kaiser wies ihre Angebote als Affront von "Barbaren" zurück.

Ironie: China wollte sich abschotten, aber gerade das führte zu den verheerenden Opiumkriegen.

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1) Zentrale Figuren der Qing-Dynastie vom 18. Bis zum 20. Jahrhundert:

1644 -> Herrschaftsbeginn

Der Erste Opiumkrieg

Nach der gescheiterten Macartney-Mission suchte Großbritannien einen Ausweg aus seiner Silberknappheit - chinesische Produkte waren begehrt, aber China wollte keine britischen Waren. Die Lösung: Opiumhandel! Das in Indien angebaute Opium war in China als Arznei und Rauschmittel beliebt.

Obwohl Opium verboten war, blühte der Schmuggel durch britische und chinesische Händler. Für Großbritannien ein lukratives Geschäft, für China ein riesiges Problem: Die Drogenabhängigkeit explodierte förmlich.

1838/1839 verhängte Kaiser Daoguang ein erneutes Opiumverbot mit harten Strafen - Beschlagnahmungen, Geldstrafen, Internierungen. Großbritannien war empört und schickte Kriegsschiffe nach China, um "nationale Stärke" zu demonstrieren.

1840 erreichte eine kleine britische Schlachtflotte Guangzhou. Die Überlegenheit der britischen Waffentechnik war erdrückend - die schlecht organisierten Truppen der Qing-Dynastie hatten keine Chance. Strategische Hafenorte fielen einer nach dem anderen. Im August 1842 stand Großbritannien vor Nanjing - China kapitulierte.

Tragisch: Ein Drogenkrieg zerstörte Chinas jahrhundertelange Isolation und Stärke.

# China und die Imperialistischen Mächte

1) Zentrale Figuren der Qing-Dynastie vom 18. Bis zum 20. Jahrhundert:

1644 -> Herrschaftsbeginn

"Ungleiche Verträge" und Halbkolonie

Der Vertrag von Nanjing beendete den Ersten Opiumkrieg - aber zu verheerenden Bedingungen für China. Dieser "ungleiche Vertrag" diktierte: Vier weitere Häfen mussten für britischen Handel geöffnet werden, Hongkong ging als Kolonie an Großbritannien, China musste Reparationen zahlen und christliche Missionare zulassen.

Im Laufe des 19. Jahrhunderts folgten immer mehr solcher Verträge mit verschiedenen imperialistischen Mächten. China wurde zur Halbkolonie - formell noch souverän, aber Wirtschaft und Politik wurden von außen gesteuert.

Die Folgen waren dramatisch: Freihandel nach den Interessen der Großmächte, ausländische Industrieunternehmen in Vertragshäfen, Eisenbahnbau durch Ausländer und Ausbeutung der Bodenschätze. Alte Handwerks- und Gewerbestrukturen wurden zerstört, die Autorität der kaiserlichen Regierung untergraben.

Paradoxerweise verhinderte die Konkurrenz der imperialistischen Mächte untereinander Chinas komplette Aufteilung - keine einzelne Macht sollte zu dominant werden.

Die Missionierung rechtfertigte man mit der "Zivilisierung" der chinesischen Bevölkerung durch das Christentum, tatsächlich ging es aber um Machtausbau.

Perfide: China blieb nur deshalb als Staat bestehen, weil sich die Kolonialmächte gegenseitig misstrauten.

# China und die Imperialistischen Mächte

1) Zentrale Figuren der Qing-Dynastie vom 18. Bis zum 20. Jahrhundert:

1644 -> Herrschaftsbeginn

Aufstände gegen die Qing-Dynastie

Das 19. Jahrhundert brachte China verheerende Aufstände, die das Kaiserreich fast zerstört hätten. Der Taiping-Aufstand (1851-1864) war der schlimmste - ein Bürgerkrieg mit über 20 Millionen Todesopfern! Getragen wurde er von ethnischen Minderheiten, die sich von der Zentralregierung benachteiligt fühlten.

Parallel dazu tobte der Nian-Aufstand (1853-1868), angeführt von armen Bauern, Schmugglern und Deserteuren. Sie führten einen zermürbenden Guerilla-Krieg gegen die Qing-Truppen. Auch muslimische Erhebungen in verschiedenen Provinzen erschütterten das Reich - meist Rivalitäten zwischen chinesischen Einwanderern und einheimischen Muslimen.

Das Perfide: Die Qing-Dynastie konnte diese Aufstände nur mit Hilfe der imperialistischen Mächte niederschlagen! Europäer und Amerikaner unterstützten die schwache Regierung, weil sie einen kontrollierbaren Kaiser einem Chaos vorzogen.

Die Niederschlagung war meist brutal - ganze Rebellengruppen wurden vernichtet. Diese Aufstände zeigten, wie instabil China geworden war und wie sehr die traditionelle Ordnung bröckelte.

Bitter: China brauchte ausländische Hilfe gegen die eigenen Untertanen - ein Zeichen totaler Schwäche.

# China und die Imperialistischen Mächte

1) Zentrale Figuren der Qing-Dynastie vom 18. Bis zum 20. Jahrhundert:

1644 -> Herrschaftsbeginn

Druck von außen und innen

Die Qing-Dynastie stand im 19. Jahrhundert unter gewaltigem Druck von zwei Seiten. Von außen setzten die europäischen Mächte China immer weiter zu: Nach dem Ersten Opiumkrieg folgte der Zweite Opiumkrieg (1856-1860) durch Großbritannien und Frankreich. Die Pekinger Konvention 1860 brachte weitere Demütigungen - mehr Vertragshäfen, niedrige Zölle, diplomatische Vertretungen und eigene Rechtsprechung für Europäer in China.

Frankreich besiegte China 1884/1885 im Krieg um Vietnam und baute sein Kolonialreich in Südostasien aus. Die Open Door Policy auf Wunsch der USA bedeutete "freien" Handel für alle imperialistischen Mächte zu gleichen Bedingungen - faktisch wachsende Fremdbestimmung.

Von innen zerrütteten multiple Krisen das Reich: Bevölkerungswachstum, Raubbau an der Natur, Naturkatastrophen und korrupte Verwaltung führten zu Armut und Hungersnöten. Die Wirtschaftsaktivitäten der Ausländer verdrängten traditionelle chinesische Produktionsstrukturen.

Der verheerende Taiping-Aufstand mit über 20 Millionen Todesopfern konnte nur mit ausländischer Hilfe niedergeschlagen werden. Trotz Zensur verbreitete sich westliches Wissen in China und verstärkte Reformforderungen.

Teufelskreis: Innere Schwäche lud äußere Mächte zur Intervention ein, was China noch schwächer machte.



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Stefan S

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Basil

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Xander S

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Elisha

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Paul T

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Xander S

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DIE QUIZZE UND KARTEIKARTEN SIND SO NÜTZLICH UND ICH LIEBE Knowunity KI. ES IST AUCH BUCHSTÄBLICH WIE CHATGPT ABER SCHLAUER!! HAT MIR AUCH BEI MEINEN MASCARA-PROBLEMEN GEHOLFEN!! SOWIE BEI MEINEN ECHTEN FÄCHERN! NATÜRLICH 😍😁😲🤑💗✨🎀😮

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Diese App ist echt der Hammer. Ich finde Lernen so langweilig, aber diese App macht es so einfach, alles zu organisieren und dann kannst du die kostenlose KI bitten, dich abzufragen, so gut, und du kannst einfach deine eigenen Sachen hochladen. sehr empfehlenswert als jemand, der gerade Probeklausuren schreibt

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China erlebte vom 18. bis zum frühen 20. Jahrhundert einen dramatischen Wandel: Vom mächtigen Kaiserreich unter der Qing-Dynastie zur Halbkolonie der europäischen Mächte. Die Begegnung mit dem Imperialismus zwang das "Reich der Mitte" zu schmerzhaften Reformen und stellte jahrhundertealte Traditionen... Mehr anzeigen

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Zentrale Figuren der Qing-Dynastie

Die Qing-Dynastie herrschte von 1644 bis 1912 über China - eine Zeit voller Höhen und Tiefen. Während Kaiser Qianlong (1735-1796) das chinesische Reich zu seiner größten territorialen Ausdehnung führte, erlebten spätere Kaiser massive Krisen.

Kaiser Daoguang (1820-1850) musste sich gegen den britischen Opiumschmuggel zur Wehr setzen, was zum ersten großen Konflikt mit den Europäern führte. Sein Nachfolger Xianfeng (1850-1861) regierte während der schwersten Krise des Kaiserreichs mit Aufständen und dem zweiten Opiumkrieg.

Besonders spannend ist die Geschichte von Kaiserin Cixi und Kaiser Guangxu: Sie übernahm als Regentin die Macht für ihren minderjährigen Neffen, verbannte ihn aber 1898, als er zu schnelle Reformen durchsetzen wollte. Den Schlusspunkt setzte Kindkaiser Puyi, der 1912 mit nur vier Jahren zur Abdankung gezwungen wurde - das Ende von über 2000 Jahren Kaiserreich!

Merktipp: Die Qing-Dynastie begann stark unter Qianlong, wurde aber durch imperialistische Mächte immer schwächer.

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China blickt auf eine jahrtausendelange Geschichte als frühe Hochkultur zurück. Im 18. Jahrhundert erreichte das chinesische Kaiserreich unter der Qing-Dynastie seine größte Ausdehnung und schien autark zu sein - man dachte, alles selbst produzieren zu können.

Das 19. Jahrhundert wurde dagegen zum "Jahrhundert der Schande" wegen der politischen und wirtschaftlichen Dominanz fremder Mächte aus Europa, den USA und Japan. Viele Chinesen begannen sich trotzdem für westliche Ideen und Erfindungen zu begeistern.

Das sinozentrische Weltbild stellte China ins Zentrum der Welt - alle anderen galten als "Barbaren". Länder wie Korea oder Vietnam wurden als abhängige Vasallenstaaten betrachtet. Dieser Sinozentrismus wandelte sich im 19./20. Jahrhundert vom Kulturalismus (Orientierung an chinesischer Kultur) zum Nationalismus (Abgrenzung zu anderen Nationen).

Der Aufstieg Japans war ein echter Schock für China, denn plötzlich war ein asiatischer Nachbar überlegen geworden.

Wichtig: Das sinozentrische Weltbild prägte China jahrhundertelang, wurde aber durch den Imperialismus erschüttert.

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Konfuzianismus und Herrschaftsvorstellungen

Der Konfuzianismus bildete das Fundament des chinesischen Staates. Diese Philosophie geht auf Konfuzius 6./5.Jahrhundertv.Chr.6./5. Jahrhundert v. Chr. zurück und sollte Ordnung in chaotischen Zeiten schaffen. Jeder Mensch bekam einen festen Platz in der Gesellschaft zugewiesen.

In der Qing-Dynastie wurde der Konfuzianismus zur Ausbildung kaiserlicher Beamten genutzt - das sollte ihre Loyalität sicherstellen. Problem: Das starre Festhalten an diesen Traditionen verhinderte wichtige Reformen. Konkurrierende Philosophien waren der Daoismus (Fokus auf Privatleben) und der Buddhismus (Weg zur geistigen Erleuchtung).

Das "Reich der Mitte" war Chinas Selbstbezeichnung mit doppelter Bedeutung: geografisch das Zentrum ihrer Hochkultur, aber auch die Vorstellung, das einzig zivilisierte Reich der Welt zu sein. Der Kaiser galt als "Sohn des Himmels" mit dem "Mandat des Himmels" - aber dieses konnte ihm auch wieder genommen werden!

Krisen und Naturkatastrophen deutete man als Zeichen für einen baldigen Herrscherwechsel. Der Kaiser sollte wie ein autoritäres Familienoberhaupt seine "Kinder" (die Untertanen) umsorgen und erziehen.

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Aufklärung und europäisches Selbstverständnis

Die Aufklärung des 17./18. Jahrhunderts brachte Europa neue Werte: Vernunft und wissenschaftliche Überprüfbarkeit statt blindem Glauben. Die Französische Revolution setzte diese Ideen durch - Menschen- und Bürgerrechte sowie Machtkontrolle der Herrschenden wurden zu europäischen Grundwerten.

Jetzt entstand das Konzept der "Nation": Europäer definierten sich über Kultur und Sprache, werteten dabei andere Kulturen ab und nannten sie "Barbaren". Gleichzeitig projizierten sie ihre Wünsche und Ängste auf fremde Kulturen.

Die Industrialisierung verstärkte das europäische Überlegenheitsgefühl noch mehr. Europäer entwickelten ein eurozentrisches Weltbild und ein krasses Sendungsbewusstsein - sie glaubten, andere Kontinente "zivilisieren" zu müssen.

Das führte zum neuen Kolonialismus: Als die alten Kolonialreiche in Amerika zerfielen, wandten sich die Europäer Afrika und Asien zu. China geriet dabei besonders ins Visier der imperialistischen Mächte.

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Die Industrialisierung veränderte Europa komplett: Urbanisierung, Massengesellschaft und krasse soziale Probleme (die "Soziale Frage") prägten den Alltag. Der Kapitalismus entstand mit freien Märkten, schuf aber auch eine Klassengesellschaft aus Unternehmern und abhängigen Arbeitern.

Marx und Engels entwickelten als Antwort den Sozialismus - Privateigentum sollte abgeschafft und eine "Diktatur des Proletariats" errichtet werden. Die Konkurrenz um Märkte trieb die europäischen Mächte dazu, weltweit nach neuen Absatzmärkten zu suchen.

Das europäische China-Bild wandelte sich dramatisch: Im 17./18. Jahrhundert bewunderte man China noch als stabilen Gelehrtenstaat mit "Philosophenkaisern". Chinesisches Porzellan und Stoffe waren der letzte Schrei in Europa.

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Reformversuche und Handelsbeginn

China reagierte auf jede militärische Niederlage mit Reformversuchen: Nach dem Ersten Opiumkrieg (1839-1842) passierte zunächst wenig, aber der Zweite Opiumkrieg (1856-1860) löste die Selbststärkungsbewegung aus. Die Niederlage gegen Japan (1894/1895) war ein enormer Schock und führte zur "Hundert-Tage-Reform". Der gescheiterte "Boxeraufstand" (1900/1901) brachte schließlich die "Neue Politik" hervor.

Trotz aller Bemühungen blieben die Reformen erfolglos - der Einfluss der imperialistischen Mächte wurde immer stärker.

Der internationale Handel begann im 16./17. Jahrhundert, als Europäer chinesische Produkte wie Tee, Seide und Porzellan entdeckten. Großbritannien stieg zur führenden Handelsmacht auf, kontrollierte Indien und gründete die mächtige Ostindien-Kompagnie.

China reagierte mit dem Kanton-System: Nur der Hafen Guangzhou war für Ausländer geöffnet, hohe Zölle sollten den Handel begrenzen. Die berühmte Macartney-Mission (1792/1793) scheiterte kläglich - die Briten wollten bessere Handelsbedingungen, aber der chinesische Kaiser wies ihre Angebote als Affront von "Barbaren" zurück.

Ironie: China wollte sich abschotten, aber gerade das führte zu den verheerenden Opiumkriegen.

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Der Erste Opiumkrieg

Nach der gescheiterten Macartney-Mission suchte Großbritannien einen Ausweg aus seiner Silberknappheit - chinesische Produkte waren begehrt, aber China wollte keine britischen Waren. Die Lösung: Opiumhandel! Das in Indien angebaute Opium war in China als Arznei und Rauschmittel beliebt.

Obwohl Opium verboten war, blühte der Schmuggel durch britische und chinesische Händler. Für Großbritannien ein lukratives Geschäft, für China ein riesiges Problem: Die Drogenabhängigkeit explodierte förmlich.

1838/1839 verhängte Kaiser Daoguang ein erneutes Opiumverbot mit harten Strafen - Beschlagnahmungen, Geldstrafen, Internierungen. Großbritannien war empört und schickte Kriegsschiffe nach China, um "nationale Stärke" zu demonstrieren.

1840 erreichte eine kleine britische Schlachtflotte Guangzhou. Die Überlegenheit der britischen Waffentechnik war erdrückend - die schlecht organisierten Truppen der Qing-Dynastie hatten keine Chance. Strategische Hafenorte fielen einer nach dem anderen. Im August 1842 stand Großbritannien vor Nanjing - China kapitulierte.

Tragisch: Ein Drogenkrieg zerstörte Chinas jahrhundertelange Isolation und Stärke.

# China und die Imperialistischen Mächte

1) Zentrale Figuren der Qing-Dynastie vom 18. Bis zum 20. Jahrhundert:

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"Ungleiche Verträge" und Halbkolonie

Der Vertrag von Nanjing beendete den Ersten Opiumkrieg - aber zu verheerenden Bedingungen für China. Dieser "ungleiche Vertrag" diktierte: Vier weitere Häfen mussten für britischen Handel geöffnet werden, Hongkong ging als Kolonie an Großbritannien, China musste Reparationen zahlen und christliche Missionare zulassen.

Im Laufe des 19. Jahrhunderts folgten immer mehr solcher Verträge mit verschiedenen imperialistischen Mächten. China wurde zur Halbkolonie - formell noch souverän, aber Wirtschaft und Politik wurden von außen gesteuert.

Die Folgen waren dramatisch: Freihandel nach den Interessen der Großmächte, ausländische Industrieunternehmen in Vertragshäfen, Eisenbahnbau durch Ausländer und Ausbeutung der Bodenschätze. Alte Handwerks- und Gewerbestrukturen wurden zerstört, die Autorität der kaiserlichen Regierung untergraben.

Paradoxerweise verhinderte die Konkurrenz der imperialistischen Mächte untereinander Chinas komplette Aufteilung - keine einzelne Macht sollte zu dominant werden.

Die Missionierung rechtfertigte man mit der "Zivilisierung" der chinesischen Bevölkerung durch das Christentum, tatsächlich ging es aber um Machtausbau.

Perfide: China blieb nur deshalb als Staat bestehen, weil sich die Kolonialmächte gegenseitig misstrauten.

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Aufstände gegen die Qing-Dynastie

Das 19. Jahrhundert brachte China verheerende Aufstände, die das Kaiserreich fast zerstört hätten. Der Taiping-Aufstand (1851-1864) war der schlimmste - ein Bürgerkrieg mit über 20 Millionen Todesopfern! Getragen wurde er von ethnischen Minderheiten, die sich von der Zentralregierung benachteiligt fühlten.

Parallel dazu tobte der Nian-Aufstand (1853-1868), angeführt von armen Bauern, Schmugglern und Deserteuren. Sie führten einen zermürbenden Guerilla-Krieg gegen die Qing-Truppen. Auch muslimische Erhebungen in verschiedenen Provinzen erschütterten das Reich - meist Rivalitäten zwischen chinesischen Einwanderern und einheimischen Muslimen.

Das Perfide: Die Qing-Dynastie konnte diese Aufstände nur mit Hilfe der imperialistischen Mächte niederschlagen! Europäer und Amerikaner unterstützten die schwache Regierung, weil sie einen kontrollierbaren Kaiser einem Chaos vorzogen.

Die Niederschlagung war meist brutal - ganze Rebellengruppen wurden vernichtet. Diese Aufstände zeigten, wie instabil China geworden war und wie sehr die traditionelle Ordnung bröckelte.

Bitter: China brauchte ausländische Hilfe gegen die eigenen Untertanen - ein Zeichen totaler Schwäche.

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Druck von außen und innen

Die Qing-Dynastie stand im 19. Jahrhundert unter gewaltigem Druck von zwei Seiten. Von außen setzten die europäischen Mächte China immer weiter zu: Nach dem Ersten Opiumkrieg folgte der Zweite Opiumkrieg (1856-1860) durch Großbritannien und Frankreich. Die Pekinger Konvention 1860 brachte weitere Demütigungen - mehr Vertragshäfen, niedrige Zölle, diplomatische Vertretungen und eigene Rechtsprechung für Europäer in China.

Frankreich besiegte China 1884/1885 im Krieg um Vietnam und baute sein Kolonialreich in Südostasien aus. Die Open Door Policy auf Wunsch der USA bedeutete "freien" Handel für alle imperialistischen Mächte zu gleichen Bedingungen - faktisch wachsende Fremdbestimmung.

Von innen zerrütteten multiple Krisen das Reich: Bevölkerungswachstum, Raubbau an der Natur, Naturkatastrophen und korrupte Verwaltung führten zu Armut und Hungersnöten. Die Wirtschaftsaktivitäten der Ausländer verdrängten traditionelle chinesische Produktionsstrukturen.

Der verheerende Taiping-Aufstand mit über 20 Millionen Todesopfern konnte nur mit ausländischer Hilfe niedergeschlagen werden. Trotz Zensur verbreitete sich westliches Wissen in China und verstärkte Reformforderungen.

Teufelskreis: Innere Schwäche lud äußere Mächte zur Intervention ein, was China noch schwächer machte.

Wir dachten schon, du fragst nie...

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