China erlebte im 20. Jahrhundert eine der dramatischsten politischen Veränderungen... Mehr anzeigen
Die Geschichte Chinas unter Mao Zedong











Das Ende einer Ära: Chinas letzter Kaiser
Stell dir vor, du wärst drei Jahre alt und müsstest ein ganzes Riesenvolk regieren! Genau das passierte Aisin Gioro Puyi, der 1908 als letzter Kaiser Chinas den Thron bestieg. Die Qing-Dynastie hatte jahrhundertelang geherrscht, doch ihre Zeit war abgelaufen.
Im Herbst 1911 brach die Xinhai-Revolution aus und die Revolutionäre gewannen. Das uralte Kaiserreich brach wie ein Kartenhaus zusammen. Im Januar 1912 rief Sun Yat-sen die Republik China aus, und nur einen Monat später musste der kleine Kaiser abdanken.
Merke dir: 1912 endeten über 2000 Jahre Kaiserherrschaft in China - ein historischer Wendepunkt!

Die Kuomintang: Chinas erste Volkspartei
Die Kuomintang ("Nationale Volkspartei Chinas") entstand 1912 aus den Trümmern des Kaiserreichs. Sun Yat-sen gründete sie mit seinen "Drei Grundlehren" als Leitidee. Zunächst sah alles vielversprechend aus - China sollte endlich eine moderne Republik werden.
Unter Chiang Kai-shek übernahm die Kuomintang 1927 die Herrschaft über das chinesische Festland. Doch 1949 verloren sie den entscheidenden Bürgerkrieg gegen die Kommunisten und mussten nach Taiwan fliehen.
Heute ist die Kuomintang Teil des demokratischen Systems in Taiwan und setzt sich für die Ein-China-Politik ein. Ihre Geschichte zeigt, wie schwierig der Weg zur Demokratie sein kann.
Wusstest du? Chiang Kai-shek war in den 1930er-Jahren der weltweit bekannteste chinesische Politiker - heute kennt ihn kaum noch jemand!

Die Kommunisten kommen: KPCh entsteht
Am 23. Juli 1921 trafen sich 12 westlich geprägte Delegierte in Shanghai und gründeten die Kommunistische Partei Chinas (KPCh). Sie orientierten sich an den Ideen von Marx, Engels, Lenin und Stalin - wollten aber ihren eigenen chinesischen Weg gehen.
Seit 1949 ist die KPCh die alleinherrschende Einheitspartei Chinas. Das Besondere: Sie wird immer von einem "singulären Führer" angeführt - einem Mann mit absoluter Macht. Mao Zedong prägte diese Partei mit seinem Maoismus, einer speziell chinesischen Form des Kommunismus.
Mit 95 Millionen Mitgliedern (Stand 2021) ist sie heute die mitgliederstärkste kommunistische Partei der Welt. Ihr Aufstieg von einer kleinen Untergrundorganisation zur Weltmacht ist wirklich beeindruckend.
Krass: In nur 28 Jahren schaffte es die KPCh von der Gründung bis zur Macht über das bevölkerungsreichste Land der Erde!

Mao Zedong: Vom Bauernsohn zum Diktator
Mao Zedong wurde 1893 in eine wohlhabende Bauernfamilie hineingeboren, doch seine Kindheit war geprägt von Chinas tiefer Krise. Ursprünglich sollte er Volksschullehrer werden - wer hätte gedacht, dass aus ihm einer der mächtigsten Männer der Geschichte werden würde?
Als Hilfsbibliothekar an der Universität Peking kam er mit kommunistischen Studentenzirkeln in Kontakt. Die "Bewegung des 4. Mai" 1919 machte ihn zum Berufsrevolutionär. 1921 war er Mitbegründer der KPCh und wurde 1943 ihr Vorsitzender.
Mao entwickelte den Maoismus - eine Anpassung der marxistischen Lehre an chinesische Verhältnisse. Er glaubte, dass Bauern (nicht nur Arbeiter) eine Revolution anführen könnten.
Wichtig: Maos Weg zeigt, wie persönliche Erfahrungen ganze Weltanschauungen prägen können - von der Krise Chinas bis zur kommunistischen Weltrevolution.

Unerwartete Allianz: Kommunisten und Nationalisten
Mitte der 1920er-Jahre passierte etwas Überraschendes: Die KPCh und die Kuomintang schlossen ein Bündnis! Die Sowjetunion hatte dieses ungewöhnliche Bündnis vermittelt, weil beide Parteien gemeinsame Ziele hatten: politische Einheit und Modernisierung Chinas.
Durch die Zusammenarbeit mit der stärkeren Kuomintang gewann die kommunistische Partei erheblich an Einfluss. 1926-1927 führten sie gemeinsam den Nordfeldzug gegen die lokalen Kriegsherren, die das Land in kleine Territorien aufgeteilt hatten.
Doch solche Bündnisse zwischen völlig verschiedenen Ideologien halten selten lange. Schon bald sollten aus Verbündeten erbitterte Feinde werden.
Überraschend: Manchmal arbeiten sogar Todfeinde zusammen, wenn sie einen gemeinsamen größeren Gegner haben!





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Die Geschichte Chinas unter Mao Zedong
China erlebte im 20. Jahrhundert eine der dramatischsten politischen Veränderungen der Weltgeschichte. Von der letzten Kaiserdynastie über revolutionäre Kämpfe bis hin zu Mao Zedongs kommunistischer Herrschaft - diese Zeit prägte das moderne China entscheidend.

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Das Ende einer Ära: Chinas letzter Kaiser
Stell dir vor, du wärst drei Jahre alt und müsstest ein ganzes Riesenvolk regieren! Genau das passierte Aisin Gioro Puyi, der 1908 als letzter Kaiser Chinas den Thron bestieg. Die Qing-Dynastie hatte jahrhundertelang geherrscht, doch ihre Zeit war abgelaufen.
Im Herbst 1911 brach die Xinhai-Revolution aus und die Revolutionäre gewannen. Das uralte Kaiserreich brach wie ein Kartenhaus zusammen. Im Januar 1912 rief Sun Yat-sen die Republik China aus, und nur einen Monat später musste der kleine Kaiser abdanken.
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Die Kuomintang: Chinas erste Volkspartei
Die Kuomintang ("Nationale Volkspartei Chinas") entstand 1912 aus den Trümmern des Kaiserreichs. Sun Yat-sen gründete sie mit seinen "Drei Grundlehren" als Leitidee. Zunächst sah alles vielversprechend aus - China sollte endlich eine moderne Republik werden.
Unter Chiang Kai-shek übernahm die Kuomintang 1927 die Herrschaft über das chinesische Festland. Doch 1949 verloren sie den entscheidenden Bürgerkrieg gegen die Kommunisten und mussten nach Taiwan fliehen.
Heute ist die Kuomintang Teil des demokratischen Systems in Taiwan und setzt sich für die Ein-China-Politik ein. Ihre Geschichte zeigt, wie schwierig der Weg zur Demokratie sein kann.
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Am 23. Juli 1921 trafen sich 12 westlich geprägte Delegierte in Shanghai und gründeten die Kommunistische Partei Chinas (KPCh). Sie orientierten sich an den Ideen von Marx, Engels, Lenin und Stalin - wollten aber ihren eigenen chinesischen Weg gehen.
Seit 1949 ist die KPCh die alleinherrschende Einheitspartei Chinas. Das Besondere: Sie wird immer von einem "singulären Führer" angeführt - einem Mann mit absoluter Macht. Mao Zedong prägte diese Partei mit seinem Maoismus, einer speziell chinesischen Form des Kommunismus.
Mit 95 Millionen Mitgliedern (Stand 2021) ist sie heute die mitgliederstärkste kommunistische Partei der Welt. Ihr Aufstieg von einer kleinen Untergrundorganisation zur Weltmacht ist wirklich beeindruckend.
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Mao Zedong: Vom Bauernsohn zum Diktator
Mao Zedong wurde 1893 in eine wohlhabende Bauernfamilie hineingeboren, doch seine Kindheit war geprägt von Chinas tiefer Krise. Ursprünglich sollte er Volksschullehrer werden - wer hätte gedacht, dass aus ihm einer der mächtigsten Männer der Geschichte werden würde?
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Mao entwickelte den Maoismus - eine Anpassung der marxistischen Lehre an chinesische Verhältnisse. Er glaubte, dass Bauern (nicht nur Arbeiter) eine Revolution anführen könnten.
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