Die russische Gesellschaft um 1900
Russland war ein Land der krassen Gegensätze und sozialen Probleme. Analphabetismus war weit verbreitet, und die ethnische Vielfalt mit verschiedenen Sprachen, Religionen und Kulturen machte das Regieren schwierig. Die Bevölkerung explodierte förmlich - zwischen 1870 und 1910 verdoppelte sie sich fast.
Die soziale Ungleichheit war extrem: Ganz oben stand der Zar, dann kam der Adel, eine winzige Mittelschicht und schließlich die Bauern mit 77% der Bevölkerung. Diese Hierarchie führte zu enormen Spannungen und "Kriegsunlust" - die Menschen hatten keine Lust, für ein System zu kämpfen, das sie unterdrückte.
Das Bauernleben war besonders hart. Die meisten lebten noch immer in Leibeigenschaft - sie gehörten praktisch ihren Gutsherren und wurden wie Sklaven behandelt. Um ihre Familien zu ernähren, mussten sie nachts und an Feiertagen zusätzlich arbeiten.
Krass aber wahr: 77% der russischen Bevölkerung waren Bauern, die praktisch als Eigentum ihrer Herren galten!



