Zeitstrahl und Hintergründe der Februarrevolution
Der Erste Weltkrieg führte Russland in eine tiefgreifende Krise. Bereits ab 1915 litt das Land unter massiven Versorgungsproblemen – Rohstoffe, Energie und Transportwege brachen zusammen. Die heimische Industrie konnte den Bedarf des modernen Krieges nicht decken, sodass Soldaten zunehmend schlechter ausgerüstet waren.
Die Folgen für die Bevölkerung waren dramatisch: Wohnungsnot, Lebensmittelknappheit und zunehmende Armut führten zu wachsender Protestbereitschaft. Der Zar reagierte mit Gewalt und ließ Kritiker verhaften, was die Situation nur verschlimmerte. Die Duma (das russische Parlament) wurde vom Zaren aufgelöst, was zur Bildung politischer Koalitionen gegen das Regime führte.
Die eigentliche Februarrevolution begann am 23. Februar 1917 (nach gregorianischem Kalender im März), als am internationalen Frauentag etwa 128.000 Arbeiter*innen in Petrograd für bessere Lebensbedingungen streikten. In den folgenden Tagen schlossen sich Garnisonsoldaten den Demonstranten an, Waffenarsenale wurden gestürmt, und bis zum 27. Februar war die Hauptstadt vollständig in der Hand von Arbeitern und Soldaten.
💡 Besonders bemerkenswert ist, dass die Februarrevolution nicht von einer einzelnen Partei geplant wurde, sondern als spontane Massenbewegung entstand, die durch die katastrophalen Lebensbedingungen ausgelöst wurde.
Am 2. März musste Zar Nikolaus II. abdanken, womit die 300-jährige Herrschaft der Romanow-Dynastie endete. Es folgte eine Doppelherrschaft von Duma und Sowjets (Arbeiter- und Soldatenräte), die das Land in eine neue, instabile Phase führte.








































