Die Ausgangslage und der Wiener Kongress
Nach der französischen Revolution 1789 und Napoleons Eroberungen war Europa völlig durcheinander. Napoleon hatte die politische Landkarte komplett verändert, bis er 1813 bei der Völkerschlacht bei Leipzig endgültig geschlagen wurde.
Das Besondere: Ein starkes Nationalbewusstsein entwickelte sich in vielen Ländern, vor allem durch den gemeinsamen Feind Frankreich. Die Menschen identifizierten sich plötzlich viel mehr mit ihrer Nation als früher - ein Gefühl, das weit über die Bildungselite hinausging.
Von September 1814 bis Juni 1815 trafen sich deshalb über 200 Delegationen in Wien. Die fünf Großmächte (Russland, Preußen, England, Frankreich und Österreich) wollten endlich dauerhaften Frieden schaffen. Fürst Metternich aus Österreich führte den Vorsitz.
Wichtig: Der Kongress basierte auf drei Grundprinzipien: Restauration (zurück zu den alten Verhältnissen), Legitimation (monarchistische Herrschaft) und Solidarität (Zusammenarbeit gegen Revolutionen).





