Napoleons Erbe und der Wiener Kongress
Die französische Revolution und Napoleons Herrschaft haben Deutschland ordentlich durchgeschüttelt. Obwohl es hier keine richtige Revolution gab (das Bürgertum war noch zu schwach), weckten die Ideen von Menschenrechten und Volkssouveränität neue Hoffnungen.
Als Napoleon 1806 das Heilige Römische Reich auflöste, entstand paradoxerweise ein stärkeres deutsches Nationalgefühl – besonders durch die Befreiungskriege ab 1813. Plötzlich dachten viele Deutsche: "Wir gehören zusammen!"
Der Wiener Kongress machte diese Hoffnungen zunichte. Die Fürsten wollten zurück zu den guten alten Zeiten vor der Revolution. Ihre drei Prinzipien waren klar: Restauration (alles wie früher), Legitimität (Fürsten regieren von Gottes Gnaden) und Solidarität (gemeinsam gegen revolutionäre Bewegungen).
Wichtig für die Klausur: Der Deutsche Bund war ein fauler Kompromiss – weder nationale Einheit noch echte politische Mitsprache. Kein Wunder, dass das Bildungsbürgertum sauer war!




