Das marode Zarenreich vor der Revolution
Russland war Anfang des 20. Jahrhunderts ein rückständiger Agrarstaat mit massiven Problemen. Zar Nikolaus II. herrschte autokratisch über ein riesiges Reich, in dem 80-90% der Bevölkerung Bauern waren. Der Mythos vom "Väterchen Zar" sorgte dafür, dass das Volk lange auf seinen Herrscher vertraute.
Das System hatte aber deutliche Risse: Korruption war alltäglich, die Infrastruktur marode und die Industrialisierung kam nur schleppend voran. Arbeiter schufteten 11,5 Stunden täglich ohne Gewerkschaftsrechte, während liberale und sozialistische Opposition brutal unterdrückt wurde.
Der Russisch-Japanische Krieg sollte von den innenpolitischen Problemen ablenken - backfired aber komplett. Die unerwartete Niederlage gegen Japan war ein riesiger Prestigeverlust und verstärkte die Unzufriedenheit im Land dramatisch.
Merke dir: Autokratie + soziale Probleme + militärische Niederlagen = explosive Mischung für eine Revolution!




