Oppositionelle Bewegungen im Zarenreich
Das 19. Jahrhundert brachte verschiedene Oppositionsgruppen hervor, die alle ihre eigenen Vorstellungen von Reformen hatten. Diese Bewegungen entstanden aus der wachsenden Unzufriedenheit mit dem autokratischen System.
Die Dekabristen waren hauptsächlich Adlige und Offiziere, die 1825 einen Aufstand wagten. Sie wollten Russland nach westlichen Vorbildern modernisieren und eine bürgerliche Revolution durchführen. Ihr Putschversuch scheiterte jedoch kläglich.
Anarchisten wie Bakunin entstanden aus den Slawophilen und wollten den Staat komplett auflösen. Sie setzten auf das Kollektiv und Organisation "von unten" - ihre Ideen fanden vor allem in der Unterschicht Anklang.
Die Narodniki waren junge Intellektuelle, die den Sozialismus durchsetzen und den Zarismus stürzen wollten. Viele wurden später zu Terroristen, doch auch sie scheiterten 1877/78. Die Russischen Sozialdemokraten schließlich organisierten sich aus der Arbeiterschaft heraus und kämpften für eine sozialistische Gesellschaft ohne Klassenunterschiede.
Merke: Alle diese Gruppen einte der Wunsch nach Veränderung, doch ihre Methoden und Ziele unterschieden sich stark.





