Krise der Zarenherrschaft
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts steckte das Zarenreich in einer tiefen Krise. Missernten 1902/03 führten zu Hungerunruhen, während der Russisch-Japanische Krieg 1904/05 in einer militärischen Katastrophe endete. Diese Niederlage zeigte deutlich, wie rückständig Russland im Vergleich zu seinen westlichen Nachbarn war.
Das Land war noch immer stark landwirtschaftlich geprägt und massiv unterindustrialisiert. Die feudale Gesellschaftsstruktur sorgte für eine riesige Kluft zwischen arm und reich. Diese Probleme führten schließlich zur Revolution von 1905.
Der "Petersburger Blutsonntag" am 9. Januar 1905 wurde zum Wendepunkt: 100.000 Arbeiter wollten dem Zaren friedlich Bittschriften übergeben, doch Soldaten schossen auf etwa 200 Menschen. Dieser Tag zerstörte den Mythos vom "guten Zaren" und führte zu landesweiten Streiks und einer weiteren Radikalisierung der Bevölkerung.
Merke dir: Der Petersburger Blutsonntag war der Auslöser für die Revolution von 1905 - ein friedlicher Protest wurde blutig niedergeschlagen!










































