Bismarcks Grundprinzipien der Außenpolitik
Bismarck hatte nach der Reichsgründung 1871 ein klares Ziel: Deutschland sicher machen. Seine Status-quo-Politik bedeutete, dass Deutschland "saturiert" sei - also keine weiteren Gebiete erobern wollte.
Das Wichtigste war die Verhinderung einer Zwei-Fronten-Konstellation. Frankreich sollte isoliert bleiben, damit es sich nicht mit anderen Mächten gegen Deutschland verbünden konnte. Deshalb verzichtete Bismarck auch auf aktive Kolonialpolitik - seine berühmten Worte: "Meine Karte von Afrika liegt in Europa."
Deutschland hatte eine halbhegemoniale Stellung in Europa - stark genug, um zu dominieren, aber zu schwach für die komplette Vorherrschaft. Bismarck setzte daher auf Diplomatie und agierte als "ehrlicher Makler", wie beim Berliner Kongress 1878.
Merktipp: Bismarcks Politik war defensiv ausgerichtet - Sicherheit durch Bündnisse statt Expansion!




