Ursachen, Therapie und versteckte Stärken
Die Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Genetik spielt eine große Rolle - es liegt eine Störung der Neurotransmitter vor, besonders ein Dopaminmangel. Risikofaktoren sind Alkohol- oder Drogenkonsum der Mutter, Frühgeburt oder Hirnschädigungen. Wichtig: Es sind keine Erziehungsfehler!
Bei Erwachsenen zeigen sich andere Probleme: 40% entwickeln Ängste und Depressionen, viele haben Suchtprobleme oder Organisationsschwierigkeiten. Das Unfall- und Suizidrisiko ist erhöht.
Therapie ist vielfältig: Psychoedukation, Elterntraining, Psychotherapie und oft begleitende Medikamente. Auch Ergotherapie, tiergestützte Therapie oder Neurofeedback können helfen.
Menschen mit ADHS haben ein unterstimuliertes Gehirn und entwickeln Kompensationsstrategien: exzessiver Sport, viel Kaffee, zuckerhaltige Nahrung oder risikoreiche Aktivitäten.
Das Positive: ADHS bringt auch Stärken mit - hohe Kreativität, Humor, Hyperfokus (entweder 0% oder 120%!), Wagemut und intensive Begeisterungsfähigkeit.
Fazit: ADHS ist komplex, aber behandelbar. Mit der richtigen Unterstützung können Betroffene ihre Stärken nutzen und erfolgreich sein.