Pflegeprobleme erkennen und kategorisieren
Pflegeprobleme lassen sich in verschiedene Kategorien einteilen, die dir helfen, die richtige Pflegestrategie zu entwickeln. Du musst diese Unterscheidungen kennen, um prioritätsgerecht handeln zu können.
Aktuelle Pflegeprobleme sind momentan vorhanden und können durch Beobachtung oder Untersuchungen festgestellt werden, wie Schmerzen aufgrund einer Stomatitis. Potentielle Pflegeprobleme hingegen könnten in der Zukunft auftreten - zum Beispiel ein erhöhtes Dekubitusrisiko bei immobilen Patienten. Durch vorbeugende Maßnahmen kannst du verhindern, dass sie zu aktuellen Problemen werden.
Verdeckte Pflegeprobleme sind nicht offenkundig. Der Patient kennt sein Problem möglicherweise, möchte aber nicht darüber sprechen, oder ist sich dessen nicht bewusst. Als Pflegekraft kannst du nur aufgrund des Verhaltens Vermutungen anstellen, beispielsweise wenn eine Patientin nach Besuch ihrer Tochter stets deprimiert wirkt.
Bei der Pflegeplanung unterscheidest du außerdem zwischen generellen Pflegeproblemen, die wissenschaftlich erforscht sind und bei allen Menschen unter gleichen Bedingungen ähnlich auftreten, und individuellen Pflegeproblemen, die charakteristisch für bestimmte Menschen und deren persönliche Lebenslage sind.
🔍 Wichtig: Je früher du potentielle Pflegeprobleme erkennst, desto besser kannst du präventiv handeln und verhindern, dass sie sich zu akuten Problemen entwickeln!