Leukämie Grundlagen und akute Formen
Leukämie entsteht, wenn sich Vorläuferzellen der weißen Blutkörperchen im Knochenmark unkontrolliert vermehren. Diese unreifen Zellen (Blasten) können ihre normale Funktion nicht erfüllen und verdrängen gesunde Blutzellen.
Es gibt vier Haupttypen: akute lymphatische Leukämie (ALL), akute myeloische Leukämie (AML), chronische lymphatische Leukämie (CLL) und chronische myeloische Leukämie (CML). Akute Formen entwickeln sich schnell und sind ohne Behandlung innerhalb weniger Monate tödlich.
Bei akuten Leukämien entarten Blutstammzellen durch Mutationen und teilen sich unkontrolliert. Die unreifen Nachkommen gelangen massenhaft ins Blut und verdrängen alle gesunden Blutzellen. Das führt zu Panzytopenie - einem gefährlichen Mangel aller Blutzellen.
Typische B-Symptome sind Fieber, Nachtschweiß und Gewichtsabnahme. Zusätzlich entstehen durch den Blutzellmangel Anämie, erhöhte Infektanfälligkeit und Blutungsneigung. Oft sind Milz und Leber vergrößert, bei ALL schwellen auch Lymphknoten an.
Wichtig: Akute Leukämien sind medizinische Notfälle - je schneller die Behandlung beginnt, desto besser die Heilungschancen!





