Dekubitusprophylaxe - Die 4 Säulen
Druckgeschwüre entstehen durch dauerhaften Druck auf die Haut. Mit den vier Säulen der Dekubitusprophylaxe lassen sich diese schmerzhaften Wunden zuverlässig vermeiden.
Säule 1 - Druckentlastung: Regelmäßige Positionswechsel sind unverzichtbar! Gefährdete Bereiche werden freigelagert durch Mikrolagerung, Seitenlage oder spezielle Lagerungstechniken wie V- oder A-Lagerung.
Säule 2 - Mobilisation: Der Patient muss sich selbst bewegen können. Jedes Kissen im Bett schränkt die Bewegungsmöglichkeiten ein - deshalb immer hinterfragen, ob alle Hilfsmittel wirklich nötig sind.
Säule 3 - Hautpflege: Gefährdete Hautareale brauchen besondere Aufmerksamkeit. Wundschutzcremes und vom Arzt verschriebene Produkte führen der Haut wichtige Feuchtigkeit zu.
Säule 4 - Ernährung: Viel Flüssigkeit, vitamin- und eiweißreiche Ernährung unterstützen die Hautgesundheit von innen.
Der Pflegeprozess läuft systematisch ab: Risiko erfassen, beraten, Maßnahmen planen, durchführen und evaluieren. Nach akuten Ereignissen wie einem Krankenhausaufenthalt wird das Risiko neu bewertet.
Praxistipp: Weniger Kissen = mehr Bewegungsfreiheit = bessere Prophylaxe!