Pflegeanamnese und Pflegebedarfserkennung
Die Pflegeanamnese ist euer erstes wichtiges Tool zur strukturierten Datenerhebung. Plant mindestens 30 Minuten ein und achtet auf angemessene Kommunikation - Umgangston, Lautstärke und Sprachtempo sind entscheidend.
Ihr erfasst dabei körperliche Konstitution, allgemeine Eckdaten, das Befinden des Patienten (Stimmung, Ängste), eure Beobachtungen und die Lebensumstände. Wenn die Konzentration nachlässt, macht lieber später weiter.
Das Erkennen des Pflegebedarfs bedeutet, Beeinträchtigungen zu identifizieren, die den Alltag und die Selbstständigkeit einschränken. Diese können physisch, psychisch, emotional oder sozial bedingt sein.
Ressourcen sind die Fähigkeiten und Einflüsse, die dem Patienten bei der Bewältigung helfen - körperliche, räumliche, innere, soziale, ökonomische oder spirituelle. Ein Patient mit einer Mundentzündung kann sich beispielsweise trotzdem selbst den Mund pflegen!
Praxistipp: Ressourcen sind genauso wichtig wie Probleme - sie zeigen euch, womit ihr arbeiten könnt!