Der Gesundheitsfonds und nationale Gesundheitsziele
Der Gesundheitsfonds wurde 2009 eingeführt und dient als zentrale Sammelstelle für Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung. Die Beiträge kommen von drei Quellen:
- Arbeitnehmern
- Arbeitgebern
- Steuerzahlern (über staatliche Zuschüsse)
Vom Gesundheitsfonds fließt das Geld an die gesetzlichen Krankenkassen, die damit Leistungen von Ärzten, Krankenhäusern und weiteren Leistungserbringern bezahlen. Ein wichtiger Mechanismus ist der Risikostrukturausgleich, der sicherstellt, dass Krankenkassen keinen Wettbewerbsnachteil durch die Zusammensetzung ihrer Mitglieder haben.
Private Zusatzversicherungen gewinnen an Bedeutung, da sie helfen können, Mehrkosten (z.B. für Zahnersatz) teilweise aufzufangen. Der Abschluss ist freiwillig.
Demografischer Wandel und seine Herausforderungen
Die Demografie (Bevölkerungswissenschaft) untersucht die Entwicklung von Bevölkerungen und ihren Strukturen, einschließlich Geburtenraten, Sterberaten und Wanderungsbewegungen.
Das zentrale Problem: Durch moderne Medizin und wissenschaftliche Erkenntnisse steigt das Durchschnittsalter der Menschen, gleichzeitig werden aber weniger Kinder geboren. Dies führt zu einem Ungleichgewicht – viele ältere Menschen, aber zu wenige junge Menschen, die für sie aufkommen können.
Gesundheitsförderung
Die Ottawa-Charta von 1986 hat das Konzept der Gesundheitsförderung maßgeblich geprägt. Sie definiert Gesundheitsförderung als einen Prozess, der Menschen befähigt, mehr Kontrolle über ihre Gesundheit zu erlangen und sie zu verbessern.
Merke: Gesundheitsförderung und Prävention sind Investitionen in die Zukunft. Durch frühzeitiges Handeln können Krankheiten vermieden und Gesundheitskosten langfristig gesenkt werden.