Paul Cézanne - Zwischen Natur und Autonomie
Stell dir vor, du willst nicht einfach nur abmalen, was du siehst, sondern das Wesen der Dinge einfangen. Genau das wollte Cézanne ! Er entwickelte seinen Stil in drei Phasen: düsteres Frühwerk, impressionistische Einflüsse im Hauptwerk und schließlich seine revolutionäre Spätphase.
Cézannes großer Durchbruch kam durch seinen Freund Pissarro, der ihm die Freilichtmalerei (en plein air) nahebrachte. Aber im Gegensatz zu den Impressionisten wollte er keine flüchtigen Momentaufnahmen schaffen, sondern "etwas Dauerhaftes wie die Kunst in den Museen".
Seine bildnerischen Innovationen waren radikal: Er verzichtete auf traditionelle Perspektive, nutzte mehrere Blickwinkel gleichzeitig und baute seine Bilder aus Farbflecken (taches colorées) auf. Die berühmten Stillleben mit ihren "unmöglichen" Tischkanten zeigen perfekt, wie er die Realität seiner Bildlogik unterordnete.
Merke dir: Cézanne übersetzt seine sensations colorantes (farbigen Seheindrücke) in taches colorées (Farbflecken) - so entsteht eine "Harmonie parallel zur Natur".











