Das Vanitas-Stillleben von Pieter Claesz (1625)
Du schaust auf ein ziemlich düsteres, aber faszinierendes Ölgemälde aus dem Frühbarock. Das kleine Bild (nur etwa 36 x 59 cm) auf Eichenholz wirkt kalt und melancholisch - genau das, was der Künstler bezwecken wollte.
Auf dem Tisch siehst du eine Violine als Hauptfigur, umgeben von vielen symbolträchtigen Gegenständen. Da ist ein Totenkopf, eine erloschene Öllampe, Bücher, ein umgekipptes Weinglas und eine umgedrehte Uhr. Besonders cool: In der Glaskugel spiegelt sich sogar das Atelier des Malers!
Die Farbgestaltung ist bewusst düster gehalten - viel Grau und Schwarz dominieren das Bild. Nur natürliches Licht vom Fenster erhellt die Szene und schafft einen interessanten Kalt-Warm-Kontrast mit der warmen Violine.
Merke dir: Die scheinbar zufällige Anordnung der Gegenstände ist tatsächlich sehr durchdacht komponiert!




