Merkmale und Ursprung des Barocks
Der Barock (vom portugiesischen "barroco" - schiefe, unregelmäßige Perle) zeichnet sich durch seinen bewegten und gefühlsbetonten Stil aus. In der Darstellung nutzt er meist die Zentralperspektive, um illusionistische Effekte hervorzuheben und mit Fluchtpunkten zu spielen.
Das Spiel mit Licht und Schatten ist ein zentrales Element der barocken Kunst. Die Farbigkeit der Objekte wird durch Lichtintensität betont, wodurch eine atmosphärische Tiefe entsteht. Oft zeigen Farbe und Lichteinfall die Psyche der dargestellten Menschen.
Der Ursprung des Barocks liegt in Italien, von wo aus sich der Stil in ganz Europa verbreitete. Geprägt durch die Reformation und Gegenreformation sowie den Dreißigjährigen Krieg, dienten barocke Kunstwerke oft als Propaganda Fidii - also Werbung für den katholischen Glauben. Der Papst eröffnete sogar das erste staatliche Museum, um Menschen wieder zur Kirche zu locken.
Gut zu wissen: Je weiter nördlich eine Kirche lag, desto minimalistischer wurde der Barock interpretiert. Die Kunst sollte für alle zugänglich sein, um das Volk effektiv zu erreichen.









