Edward Hopper - Der Meister der einsamen Momente
Edward Hopper (1882-1967) wuchs in einer strengen protestantischen Familie in Nyack nahe New York auf. Nach seinem Kunststudium (1900-1906) musste er zunächst seinen Lebensunterhalt als Werbegrafiker verdienen - der künstlerische Erfolg ließ auf sich warten.
Erst 1924 entwickelte Hopper seinen unverwechselbaren Stil, der ihn später weltberühmt machen sollte. Seine Licht-Schatten-Konflikte wurden zu seinem Markenzeichen und brachten ihm die erste Anerkennung ein.
Hopper malte hauptsächlich Landschaften der Küstengebiete und Kleinstädte an Amerikas Ostküste, wo er mit seiner Frau Josephine lebte. Seine Werke zeigen oft nächtlich leere Straßen, die von Straßenlaternen beleuchtet werden - Szenen, die gleichzeitig vertraut und geheimnisvoll wirken.
Merke dir: Hoppers Bilder wirken immer introvertiert, stumm und vereinsamt. Selbst wenn Menschen darauf zu sehen sind, scheinen sie keine echte Verbindung zueinander zu haben. Wehende Vorhänge spielen oft eine zentrale Rolle und lenken unsere Aufmerksamkeit auf die Grenze zwischen Innen- und Außenwelt.
Seine berühmtesten Werke sind "Nighthawks" (1942), "Automat" (1927) und "Chop Suey" (1929). Nach seinem Tod 1967 sorgte seine Frau dafür, dass seine Kunstwerke im Whitney Museum of American Art ausgestellt wurden.