Der Kubismus revolutionierte die Kunstwelt Anfang des 20. Jahrhunderts komplett.... Mehr anzeigen
Kubismus einfach erklärt - Abiturwissen kompakt







Grundlagen des Kubismus
Paul Cézannes berühmter Ausspruch "Alles in der Natur modelliert sich aus Kugel, Kegel und Zylinder" wurde zum Grundstein einer völlig neuen Kunstrichtung. Diese Idee inspirierte später die kubistischen Künstler dazu, die Welt in einfache geometrische Formen aufzuteilen.
💡 Merktipp: Cézannes geometrische Grundformen waren der Startschuss für den Kubismus - ohne ihn hätte es diese revolutionäre Kunstrichtung nie gegeben!

Perspektive und Einflüsse
Vergiss alles, was du über traditionelle Perspektive weißt! Die Kubisten warfen die klassischen Regeln über Bord und malten ihre Objekte mit abgeflachten Oberflächen aus mehreren Blickwinkeln gleichzeitig - das nennt sich Polyperspektive.
Braque und Picasso erweiterten Cézannes Experimente und schufen fragmentierte, geometrische Motive als Markenzeichen des kubistischen Stils. Ihre Inspiration holten sie sich aber nicht nur aus der europäischen Kunst.
Afrikanische Stammesmasken beeinflussten besonders Picasso stark. Diese zeigten zwar menschliche Gesichter, aber auf eine völlig abstrakte, nicht-naturalistische Weise. Auch die Kunst der Kykladen aus der griechischen Vorzeit (um 3200 v.Chr.) wies bereits kubismus-ähnliche Stilmerkmale auf.
💡 Gut zu wissen: Paris war um 1900 das absolute Zentrum für Künstler und neue Kunstrichtungen - kein Wunder, dass der Kubismus dort entstanden ist!

Picasso & Braque - Das Künstlerduo
Die Entstehung des Kubismus war eigentlich ein Zufall! Picasso und Braque lernten sich durch einen gemeinsamen Freund in Paris kennen und entwickelten beim gemeinsamen Arbeiten diese revolutionäre geometrische Bildsprache.
"Als wir begannen, kubistisch zu malen, hatten wir nicht im Geringsten die Absicht, die Malweise des Kubismus zu kreieren" - so beschrieb Picasso später ihre Zusammenarbeit. Ihre Ateliers lagen nah beieinander, sie tauschten sich täglich aus und prüften gegenseitig ihre Werke.
"Les Demoiselles d'Avignon" (1907) gilt als Schlüsselwerk der Moderne. Dieses schockierende Aktgemälde zeigte Prostituierte aus spitzen, dreieckigen Flächen zusammengesetzt. Die brutale Malweise und die hart umgrenzten Flächen standen im krassen Gegensatz zu weichen, weiblichen Körpern und verschreckten sogar Picassos Freunde.
Die Hochphase des Kubismus dauerte von 1906 bis 1914, löste sich dann mit dem Ersten Weltkrieg auf.
💡 Prüfungstipp: "Les Demoiselles d'Avignon" ist DAS Startwerk des Kubismus - lerne die wichtigsten Merkmale auswendig!

Merkmale und Phasen
Kubistische Werke erkennst du sofort an ihren typischen Merkmalen: geometrische Formen, Polyperspektive, monochromatische Farbpaletten und abgeflachte Bildebenen. Stilleben waren besonders beliebte Motive.
Analytischer Kubismus (1907-1912): Picasso und Braque zerlegten ihre Motive in kleinste geometrische Elemente und reduzierten die Farbpalette auf Grau, Braun und Schwarz. Durch die Überlagerung mehrerer Bildebenen wirkten die Motive völlig unrealistisch.
Synthetischer Kubismus (1912-1914): Die Künstler entwickelten kühnere Farben und einfache Formen. Sie erfanden auch die Technik des Papiercollés - heute als Collage bekannt. Papierstücke wurden direkt auf die Leinwand geklebt und machten die Kompositionen noch flacher.
💡 Eselsbrücke: Analytisch = zerlegen und analysieren, Synthetisch = zusammensetzen und neue Techniken entwickeln!

Weitere Strömungen und Künstler
Orphischer Kubismus brachte endlich Farbe ins Spiel! Robert und Sonia Delaunay entwickelten aus Landschaftsmotiven reine geometrische Kreisformen und schufen völlig abstrakte Kompositionen. Sonia Delaunay übertrug diese Kunst sogar erfolgreich auf Stoffmuster und Mode.
Die Puteaux-Gruppe (ab 1911) wollte sich von Picasso und Braque abgrenzen. Sie trafen sich regelmäßig, um über kubistische Arbeiten zu diskutieren und entwickelten sogar wissenschaftliche Theorien zum Kubismus.
Marcel Duchamps berühmtes Werk "Nu descendant un escalier no.2" (1912) wurde von der Puteaux-Gruppe abgelehnt - heute zählt es zu den Schlüsselwerken des 20. Jahrhunderts.
Wichtige Kubisten: Pablo Picasso, Georges Braque, Juan Gris, Marcel Duchamp, Fernand Léger, Robert Delaunay.
💡 Interessant: Für Duchamp war der Kubismus nur eine "Durchgangsstation" - später gab er das Malen komplett auf und widmete sich der Objektkunst!

Marcel Duchamp
Marcel Duchamp (1887 geboren) war ein echter Revoluzzer der Kunstwelt! Er spielte eine Schlüsselrolle in Kubismus und Impressionismus, wurde aber zu einem der provokantesten Künstler seiner Zeit.
Für ihn war der Kubismus nur eine Durchgangsstation - er hatte zuvor im Fauvismus experimentiert, ließ sich einige Jahre vom Kubismus begeistern, gab dann aber das Malen komplett auf. Stattdessen widmete er sich der Objektkunst und wurde damit zum Wegbereiter moderner Kunstformen.
Sein "Akt, eine Treppe herabsteigend Nr.2" (1912) zeigt bereits futuristische Einflüsse und bricht mit den traditionellen kubistischen Ansätzen seiner Zeitgenossen.
💡 Denk daran: Duchamp zeigt perfekt, wie sich Künstler weiterentwickeln - vom Fauvismus über den Kubismus zur Objektkunst!
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Der Kubismus revolutionierte die Kunstwelt Anfang des 20. Jahrhunderts komplett. Statt Dinge realistisch zu malen, zerlegten Künstler wie Picasso und Braque ihre Motive in geometrische Formen und zeigten sie aus mehreren Blickwinkeln gleichzeitig.

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Paul Cézannes berühmter Ausspruch "Alles in der Natur modelliert sich aus Kugel, Kegel und Zylinder" wurde zum Grundstein einer völlig neuen Kunstrichtung. Diese Idee inspirierte später die kubistischen Künstler dazu, die Welt in einfache geometrische Formen aufzuteilen.
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Die Entstehung des Kubismus war eigentlich ein Zufall! Picasso und Braque lernten sich durch einen gemeinsamen Freund in Paris kennen und entwickelten beim gemeinsamen Arbeiten diese revolutionäre geometrische Bildsprache.
"Als wir begannen, kubistisch zu malen, hatten wir nicht im Geringsten die Absicht, die Malweise des Kubismus zu kreieren" - so beschrieb Picasso später ihre Zusammenarbeit. Ihre Ateliers lagen nah beieinander, sie tauschten sich täglich aus und prüften gegenseitig ihre Werke.
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Kubistische Werke erkennst du sofort an ihren typischen Merkmalen: geometrische Formen, Polyperspektive, monochromatische Farbpaletten und abgeflachte Bildebenen. Stilleben waren besonders beliebte Motive.
Analytischer Kubismus (1907-1912): Picasso und Braque zerlegten ihre Motive in kleinste geometrische Elemente und reduzierten die Farbpalette auf Grau, Braun und Schwarz. Durch die Überlagerung mehrerer Bildebenen wirkten die Motive völlig unrealistisch.
Synthetischer Kubismus (1912-1914): Die Künstler entwickelten kühnere Farben und einfache Formen. Sie erfanden auch die Technik des Papiercollés - heute als Collage bekannt. Papierstücke wurden direkt auf die Leinwand geklebt und machten die Kompositionen noch flacher.
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Die Puteaux-Gruppe (ab 1911) wollte sich von Picasso und Braque abgrenzen. Sie trafen sich regelmäßig, um über kubistische Arbeiten zu diskutieren und entwickelten sogar wissenschaftliche Theorien zum Kubismus.
Marcel Duchamps berühmtes Werk "Nu descendant un escalier no.2" (1912) wurde von der Puteaux-Gruppe abgelehnt - heute zählt es zu den Schlüsselwerken des 20. Jahrhunderts.
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Marcel Duchamp (1887 geboren) war ein echter Revoluzzer der Kunstwelt! Er spielte eine Schlüsselrolle in Kubismus und Impressionismus, wurde aber zu einem der provokantesten Künstler seiner Zeit.
Für ihn war der Kubismus nur eine Durchgangsstation - er hatte zuvor im Fauvismus experimentiert, ließ sich einige Jahre vom Kubismus begeistern, gab dann aber das Malen komplett auf. Stattdessen widmete er sich der Objektkunst und wurde damit zum Wegbereiter moderner Kunstformen.
Sein "Akt, eine Treppe herabsteigend Nr.2" (1912) zeigt bereits futuristische Einflüsse und bricht mit den traditionellen kubistischen Ansätzen seiner Zeitgenossen.
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