Die Anfänge der Fotografie
Stell dir vor, du müsstest 8 Stunden stillstehen, nur um ein einziges Foto zu machen! So war das tatsächlich 1826, als der Franzose Joseph Nicéphore Niépce das erste dauerhafte Bild auf eine Zinnplatte bannte.
Die Camera obscura im 16. Jahrhundert war noch ein reines Hilfsmittel für Maler. Echte Fotografien kamen erst viel später. 1839 verkürzte Louis-Jacques-Mandé die Belichtungszeit auf wenige Minuten - plötzlich war Porträtfotografie möglich und die Malerei bekam ernsthafte Konkurrenz.
Die Technik hatte aber noch massive Probleme: Die Ausrüstung wog 20 Kilogramm und auf Straßenfotos sah man keine Menschen, weil sie sich zu schnell bewegten. 1858 gelang Nadar das erste Luftbild aus einem Fesselballon. Viele Fotografen orientierten sich noch an zeitgenössischen Gemälden, bis 1888 die erste Kodak-Amateurkamera alles veränderte.
Merktipp: Die ersten 70 Jahre der Fotografie waren vor allem ein Kampf gegen die Technik - lange Belichtungszeiten und schwere Geräte bestimmten, was fotografiert werden konnte.











