Romantik
Die Romantik war wie eine große Flucht vor der harten Realität. Nach der französischen Revolution und dem Beginn der Industrialisierung fühlten sich die Menschen überfordert und zogen sich in ihre Gefühlswelt zurück. Statt Verstand und Wissenschaft standen jetzt Fantasie und Emotionen im Mittelpunkt.
Die Künstler verherrlichten das Mittelalter und malten vor allem Naturlandschaften. Typische Motive waren nächtliche Szenen, düstere Friedhöfe oder Burgen, und die berühmte "Blaue Blume" als Symbol für Sehnsucht. Besonders beliebt waren Rückenfiguren, die nachdenklich in die Landschaft blicken - das betonte die Ich-Bezogenheit der Epoche.
Technisch setzten die Maler vor allem auf Licht und Atmosphäre. Dunkle, dämmrige Farben sollten melancholische Stimmungen erzeugen. Die Malerei wurde bewusst einfacher gestaltet, um auch das "einfache Volk" zu erreichen.
Merk dir: Die Romantik war eine Reaktion gegen die rationale Aufklärung - Gefühl schlug Verstand!




