Le Corbusiers Leben und Ausbildung
Charles-Édouard Jeanneret wurde 1887 in La Chaux-de-Fonds geboren, dem Zentrum der Schweizer Uhrenindustrie. Diese Mischung aus Industrie und Kunst sollte sein ganzes Schaffen prägen. Schon früh fiel sein zeichnerisches Talent auf - mit nur 13 Jahren besuchte er eine Kunstschule für Graveure.
Sein Lehrer L'Éplattenier erkannte das Potenzial des jungen Talents und brachte ihm die Ideen der Arts-and-Crafts-Bewegung näher. Bereits mit 17 Jahren durfte Jeanneret an seinem ersten Haus, der "Villa Fallet", mitarbeiten. Das Honorar finanzierte seine erste große Bildungsreise durch Europa.
Diese Reisen waren seine eigentliche Architektenausbildung. Fünf Jahre lang zog er durch Europa und hielt seine Eindrücke in Zeichnungen und Aquarellen fest. Besonders die Kartause von Ema, eine Klosteranlage, inspirierte ihn später zu seinen Wohnsiedlungen. Den Parthenon in Athen zeichnete er zwei Wochen lang - hier entwickelte sich seine Faszination für die "promenades architecturales".
Wichtig für Klausuren: Die frühen Reisen und Einflüsse (besonders L'Éplattenier und die Klosteranlagen) sind entscheidend für das Verständnis von Le Corbusiers späteren Wohnkonzepten.









