Grundlagen der lateinischen Metrik
Hexameter und Pentameter sind die wichtigsten Versmaße in der lateinischen Dichtung. Der Hexameter folgt dem Schema -~-~~-~-~ mit sechs Versfüßen, während der Pentameter fünf Füße hat.
Die verschiedenen Versfußarten haben jeweils eigene Rhythmen: Jambus (~-), Trochäus (~-), Daktylus (-~~), Anapäst (~~-) und Spondeus (--). Diese Kombinationen ergeben den typischen Klang lateinischer Verse.
Eine Silbe ist lang, wenn sie eine Positionslänge hat (auf zwei Konsonanten endet), einen Diphthong enthält (au, ei, eu), eine Naturlänge besitzt oder bestimmte Deklinationsendungen aufweist. Besonders wichtig sind hier Genitiv Singular, Dativ Singular und viele Plural-Endungen.
Merktipp: x und z zählen als zwei Konsonanten (ks, ts), qu aber nur als einer!
Kurze Silben entstehen meist bei muta cum liquida Verschlusslaut+Fließlaut oder wenn ein Vokal vor einem anderen Vokal steht. Der Hiat (Aufeinandertreffen von Vokalen) wird durch Elision oder Aphärese aufgelöst.