Ovid: Der rebellische Dichter Roms
Du kennst vielleicht schon Vergil, aber Ovid war mindestens genauso genial - nur deutlich frecher! Dieser 43 v.Chr. geborene Dichter aus dem Ritterstand pfiff auf eine politische Laufbahn und widmete sich lieber der Dichtung. Das war eine kluge Entscheidung für die Literatur, aber weniger klug für sein Überleben.
Augustus war nicht amused von Ovids Werken. Während der Kaiser versuchte, die alten römischen Werte und die Religion wiederzubeleben, machte sich Ovid über die Götter lustig und verspottete die neuen Ehegesetze. Besonders ärgerlich: Er stellte Augustus' Lieblingsgötter wie Apollo und Jupiter als lächerliche Figuren dar.
8 n.Chr. schickte Augustus ihn deshalb ins Exil ans Schwarze Meer - die Gründe blieben geheimnisvoll. Dort starb Ovid 17/18 n.Chr., und mit seinem Tod endete die klassische Periode der römischen Literatur.
Das Epos als Gattung erzählt in Hexametern umfangreiche Geschichten von Helden, Kriegen und Göttern. Dabei orientiert es sich an Homer mit festen Elementen wie dem Helden auf Irrfahrt, Göttern als Akteuren und typischen Szenen wie Kampf oder Götterversammlung.
Merke dir: Ovids Rebellion gegen Augustus machte ihn zum literarischen Genie, kostete ihn aber die Heimat.







