Vergil und die Entstehung der Aeneis
Vergil bekam durch seinen Gönner Maecenas nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern auch den direkten Draht zu Kaiser Augustus. Der wollte nämlich ein propagandistisches Werk, das seine Regierung verherrlicht - und genau das lieferte Vergil mit der Aeneis.
Die Aeneis ist ein Epos - also ein Großgedicht in Hexametern, das aus mehreren Bücher besteht. Sie gliedert sich in eine odysseische Hälfte (Irrfahrten) und eine iliadische Hälfte (Kriege), komplett mit dramatischen Elementen wie Seestürmen und dem berühmten Abstieg in die Unterwelt.
Aeneas ist der Sohn der Venus, was ihm göttlichen Status verleiht, aber auch Junos ewigen Zorn einbringt (weil Paris einst Venus als schönste Göttin wählte). Der Held durchlebt zunächst passiv viele Leiden, entwickelt sich aber zum aktiven römischen Helden - stark, willensstark, rhetorisch begabt und militärisch erfolgreich.
Merke dir: Römische Helden sorgen für Sicherheit und Ordnung, auch wenn ihre Gebietseroberungen brutal sind!







