Einführung in die Integralrechnung
Stell dir vor, du kennst nur die Geschwindigkeit eines Autos über die Zeit, willst aber wissen, wie weit es gefahren ist. Genau dafür brauchst du die Integralrechnung - sie rekonstruiert Bestände aus bekannten Änderungen.
Orientierte Flächeninhalte sind der Schlüssel: Positive Änderungen oberhalbderx−Achse bedeuten Zunahme, negative Änderungen unterhalbderx−Achse bedeuten Abnahme des Bestandes. Du startest normalerweise bei x = 0 mit einem Bestand von null.
Das Integral berechnest du durch ein cleveres Verfahren: Teile das Intervall a;b in n Teilintervalle, approximiere die Funktion durch Rechtecke, berechne deren Flächeninhalte und addiere sie. Je mehr Rechtecke du verwendest (n → ∞), desto genauer wird dein Ergebnis.
Merke dir: Das Integral ∫ₐᵇ f(x) dx ist sowohl der Flächeninhalt zwischen Graph und x-Achse als auch die Gesamtänderung des Bestandes im Intervall a;b.