Lineare Funktionen verstehen
Du kennst das bestimmt: Dein Handyvertrag kostet 10€ Grundgebühr plus 0,20€ pro SMS. Genau das ist eine lineare Funktion! Sie ordnet jedem x-Wert (Anzahl SMS) genau einen y-Wert (Gesamtkosten) zu.
Die Funktionsgleichung lautet immer f(x) = mx + b. Dabei ist m die Steigung (wie steil die Gerade ist) und b der y-Achsenabschnitt wodieGeradediey−Achseschneidet. Bei positivem m steigt die Gerade "nach rechts oben", bei negativem m fällt sie.
Merktrick: m = "mehr" → positive Steigung geht nach oben!
Proportionale Funktionen sind ein Spezialfall: Hier ist b = 0, die Gerade geht also durch den Ursprung (0|0). Das siehst du zum Beispiel beim Tanken - doppelte Liter kosten doppelt so viel.
Du kannst lineare Funktionen auf drei Arten darstellen: als Funktionsgleichung, Wertetabelle oder Graph. In Anwendungsaufgaben ist b meist der Anfangswert (Grundgebühr) und m die Änderungsrate (Preis pro Einheit).
Um eine Nullstelle zu finden, setzt du f(x) = 0 und löst nach x auf. Das ist der Punkt, wo die Gerade die x-Achse schneidet.