Bedingungen für Funktionen aufstellen
Wenn du eine Funktionsgleichung bestimmen sollst, musst du zuerst die gegebenen Informationen in mathematische Bedingungen übersetzen. Das ist wie das Übersetzen einer Sprache - du wandelst Worte in Formeln um!
Punkte auf der Funktion werden direkt zu Funktionswerten. Wenn die Funktion durch den Punkt P(3|5) geht, dann ist f(3) = 5. Bei Schnittpunkten mit den Achsen ist es genauso: y-Achse bei 7 bedeutet f(0) = 7, x-Achse bei 2 bedeutet f(2) = 0.
Extrempunkte erkennst du daran, dass dort die Steigung null ist. Hat die Funktion einen Extrempunkt bei x = 4, dann ist f'(4) = 0. Bei einem Tiefpunkt T(1|3) hast du gleich zwei Bedingungen: f(1) = 3 und f'(1) = 0.
Berührung der x-Achse ist ein Spezialfall - dort ist sowohl der Funktionswert als auch die Ableitung null. Bei x = 7 bedeutet das f(7) = 0 und f'(7) = 0. Ein Sattelpunkt bei P(2|6) gibt dir sogar drei Bedingungen: f(2) = 6, f'(2) = 0 und f''(2) = 0.
Merktipp: Tangenten geben dir immer zwei Informationen - einen Punkt und eine Steigung!