Grundlagen: Bogenmaß, Gradmaß und Einheitskreis
Im rechtwinkligen Dreieck entstehen bei gleichem Winkel α immer die gleichen Verhältnisse: sin α = Gegenkathete/Hypotenuse, cos α = Ankathete/Hypotenuse und tan α = Gegenkathete/Ankathete. Diese Zusammenhänge bilden die Basis für trigonometrische Funktionen.
In der Mathematik arbeiten wir mit dem Bogenmaß statt dem Gradmaß. Im Einheitskreis (Radius = 1) entspricht der Winkel dem Bogenstück auf dem Kreisumfang. So wird aus dem gewohnten Vollwinkel von 360° der Wert 2π im Bogenmaß. Die Umrechnung funktioniert ganz einfach mit der Formel x = · α.
Für jeden Punkt P(u,v) auf dem Einheitskreis gilt: Die x-Koordinate u entspricht dem Kosinus des zugehörigen Winkels, die y-Koordinate v entspricht dem Sinus. So können wir die trigonometrischen Funktionen für beliebige Winkel definieren – auch für Winkel größer als 90° oder negative Winkel.
💡 Merke dir: Bei trigonometrischen Funktionen wiederholen sich die Werte nach 2π (oder 360°). Diese Eigenschaft nennt man Periodizität und ist der Grund, warum sich Sinus und Kosinus so gut zur Beschreibung von Kreisläufen eignen.




































