Die Anfänge: New Orleans Jazz und Chicago-Stil
New Orleans Jazz (um 1910) ist die älteste Form des Jazz und entstand in einem echten kulturellen Schmelztiegel. Schwarze Sklaven brachten ihre Musik mit - Feldgesänge, Gospel und Spirituals vermischten sich mit Ragtime und Blues zu etwas völlig Neuem.
Das Besondere war die Kollektivimprovisation: Trompete, Klarinette und Posaune improvisierten gleichzeitig und schufen ein vielstimmiges Geflecht. Die Rhythmusgruppe mit Banjo, Bass und Schlagzeug betonte dabei die Zählzeiten 1 und 3, genau wie bei Marschmusik.
Der Chicago-Stil (1920er) veränderte das Ganze: Louis Armstrong und andere stellten das Solo in den Vordergrund statt der Gruppenimprovisation. Das Saxophon kam dazu, und die Betonung verschob sich auf die Zählzeiten 2 und 4 - das klingt schon viel moderner!
Merktipp: New Orleans = alle improvisieren zusammen, Chicago = ein Solist im Rampenlicht





