Der Weg zum Hauptblitz
Die Entstehung eines Blitzes setzt sich fort mit der Fangentladung und mündet schließlich im spektakulären Hauptblitz. Dieser Abschnitt erklärt diese Phänomene und beantwortet die Frage "Kommt der Blitz von oben oder von unten".
Wenn die lokale Feldstärke einen kritischen Wert überschreitet, bildet sich vom Erdboden aus eine Fangentladung, die dem Leitblitz entgegenkommt. Diese geht meist von erhöhten Punkten wie Hausdächern oder Bäumen aus, da dort die maximalen Feldstärken erreicht werden.
Example: Ein Baum auf einem Hügel könnte eher eine Fangentladung auslösen als eine flache Wiese, was erklärt, warum man bei Gewitter offene Flächen meiden sollte.
Der Hauptblitz entsteht, wenn Leitblitz und Fangentladung sich treffen. Durch den resultierenden Stromfluss heizt sich der Blitzkanal auf, wobei die Luft ionisiert und die Leitfähigkeit erhöht wird. Dies verstärkt wiederum den Strom, wodurch der Blitz auf einen dünnen Kanal begrenzt bleibt.
Highlight: Im Zentrum eines Blitzkanals können Temperaturen bis zu 30.000°C erreicht werden, was die Frage "Wie heiß ist ein Blitz" beantwortet.
Die meisten Erdblitze bestehen aus mehreren Hauptentladungen, die den Kanal des ersten Blitzes nutzen. Nach der Auflösung der Gewitterwolke verbleiben oft positive Ladungsträger in der oberen Troposphäre, da die meisten Blitze negative Ladung zur Erde transportiert haben.
Diese Erklärung verdeutlicht, dass ein Blitz sowohl von oben als auch von unten kommt und bietet Einblicke in die Frage "Wie entsteht ein Gewitter".






