Physik muss nicht kompliziert sein! Hier lernst du die Grundlagen... Mehr anzeigen
Kräfte und Bewegung: Geschwindigkeit, Beschleunigung und Scheinkräfte









Gleichförmige Geschwindigkeit - Die Basics
Geschwindigkeit ist eigentlich ganz einfach: Sie zeigt dir, wie schnell sich etwas bewegt. Das Formelzeichen ist v und die wichtigste Einheit ist m/s (Meter pro Sekunde).
Die Grundformel ist super simpel: v = s/t. Das bedeutet: Geschwindigkeit = Strecke geteilt durch Zeit. Wenn du die anderen Werte brauchst, stellst du einfach um: s = v × t oder t = s/v.
Bei einer gleichförmigen Bewegung bleibt die Geschwindigkeit konstant - wie ein Auto auf der Autobahn mit Tempomat. Der Körper bewegt sich geradlinig mit immer derselben Geschwindigkeit.
Merktipp: 1 km/h entspricht etwa 0,28 m/s. Für schnelle Umrechnung: km/h durch 3,6 teilen = m/s!

Geschwindigkeit berechnen - So geht's
Mit der Grundformel v = s/t kannst du jede Geschwindigkeit berechnen. Das Beispiel zeigt's: Ein Zug fährt 500m in 20s, also v = 500m ÷ 20s = 25 m/s.
Die Diagramme helfen dir, Bewegungen zu verstehen. Im v-t-Diagramm siehst du eine waagerechte Linie bei gleichförmiger Bewegung. Im s-t-Diagramm ist es eine gerade, ansteigende Linie.
Bei ungleichförmigen Bewegungen rechnest du mit der Durchschnittsgeschwindigkeit. Je kleiner deine Zeitintervalle sind, desto genauer wird dein Ergebnis.
Praxistipp: Für Aufgaben schreibst du immer "gegeben", "gesucht", "Formel" und "Rechnung" - das gibt Struktur und Punkte!

Gleichförmige Beschleunigung verstehen
Beschleunigung (Formelzeichen: a) zeigt, wie schnell sich die Geschwindigkeit ändert. Die Einheit ist m/s² und die Grundformel lautet: a = Δv/Δt.
Positive Beschleunigung bedeutet schneller werden, negative Beschleunigung (Bremsen) bedeutet langsamer werden. Das kennst du vom Auto: Gaspedal = positive Beschleunigung, Bremspedal = negative Beschleunigung.
Wichtige Formeln sind das Zeit-Weg-Gesetz s = ½at² und für die Bremsstrecke s = v²/(2a). Diese brauchst du häufig in Aufgaben.
Alltag: Ein Auto beschleunigt typisch mit 2-4 m/s². Das bedeutet: Pro Sekunde wird es 2-4 m/s schneller!

Beschleunigung berechnen - Schritt für Schritt
Das Beispiel mit dem Auto zeigt's perfekt: Bei a = 4,5 m/s² und t = 5s rechnest du v = a × t = 4,5 × 5 = 22,5 m/s. Für km/h multiplizierst du mit 3,6: 22,5 × 3,6 = 81 km/h.
Für "Wie lange dauert es bis 100 km/h?" stellst du die Formel um: t = v/a. 100 km/h = 27,8 m/s, also t = 27,8 ÷ 4,5 = 6,2s.
Bei Geschwindigkeitsänderungen rechnest du mit der Differenz: Δv = 70 km/h = 19,4 m/s. Dann wieder t = Δv/a.
Merkhilfe: Umrechnung km/h zu m/s: durch 3,6 teilen. Umgekehrt: mal 3,6 nehmen!

Kraft und ihre Wirkungen
Kraft (Formelzeichen: F, Einheit: Newton) zeigt, wie stark ein Körper auf einen anderen einwirkt. Sie kann Bewegungen ändern oder Körper verformen - denk an einen Fußball beim Schuss.
Kraft ist eine vektorielle Größe mit Betrag, Richtung und Angriffspunkt. Sie wirkt immer zwischen zwei Körpern mit gleichem Betrag, aber entgegengesetzter Richtung (wie beim Boxhandschuh und der Faust).
Verformungen sind entweder elastisch (Feder) oder plastisch (Knete). Wichtige Kraftarten sind: Gewichtskraft, Reibungskraft, magnetische Kraft und elektrische Kraft.
Praktisch: Mit einem Federkraftmesser kannst du Kräfte messen - perfekt für Experimente!

Waagerechter und schiefer Wurf
Beim waagerechten Wurf überlagern sich zwei Bewegungen: gleichförmige Bewegung horizontal und freier Fall vertikal. Das ergibt eine Parabelbahn.
Die Grundformeln sind: horizontal x = v₀t, vertikal y = ½gt². Die Bahngeschwindigkeit berechnest du mit dem Satz des Pythagoras aus beiden Komponenten.
Beim schiefen Wurf zerlegst du die Anfangsgeschwindigkeit in x- und y-Komponenten: vₓ = v₀ × cos(α) und vᵧ = v₀ × sin(α). Der Winkel α bestimmt die Flugbahn.
Physik-Hack: Die maximale Wurfweite erreichst du bei 45° Abschusswinkel!

Wurfberechnung am Beispiel
Das Kanonenbeispiel zeigt die praktische Anwendung: Bei v = 100 m/s und α = 30° berechnest du erst die Komponenten vᵧ = 100 × sin(30°) = 50 m/s und vₓ = 100 × cos(30°) = 86,6 m/s.
Die Flugzeit bis zur maximalen Höhe ist tₖ = vᵧ/g = 50/9,81 ≈ 5,1s. Die maximale Höhe berechnest du mit h = ½gt² = ½ × 9,81 × (5,1)² ≈ 128m.
Für die Gesamtflugzeit addierst du die Zeit nach oben und nach unten. Die Wurfweite ist dann s = vₓ × tges.
Tipp: Bei Aufgaben immer zuerst die Geschwindigkeitskomponenten berechnen - das ist der Schlüssel!

Scheinkräfte und Bezugssysteme
Scheinkräfte wie die Zentrifugalkraft treten nur in beschleunigten Bezugssystemen auf. Im Auto in der Kurve spürst du sie, obwohl physikalisch keine "echte" Kraft da ist.
Ein Bezugssystem ist dein Koordinatensystem zur Beschreibung von Bewegungen. Inertialsysteme sind unbeschleunigte Bezugssysteme - hier gelten die normalen Physikgesetze.
Alle Inertialsysteme, die sich gleichförmig geradlinig zueinander bewegen, sind gleichberechtigt. In ihnen gelten dieselben physikalischen Gesetze.
Alltag: Im Zug merkst du nicht, dass du dich bewegst (Inertialsystem) - nur beim Bremsen spürst du die Scheinkraft!
Wir dachten schon, du fragst nie...
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Gleichförmige Beschleunigung verstehen
Beschleunigung (Formelzeichen: a) zeigt, wie schnell sich die Geschwindigkeit ändert. Die Einheit ist m/s² und die Grundformel lautet: a = Δv/Δt.
Positive Beschleunigung bedeutet schneller werden, negative Beschleunigung (Bremsen) bedeutet langsamer werden. Das kennst du vom Auto: Gaspedal = positive Beschleunigung, Bremspedal = negative Beschleunigung.
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Für "Wie lange dauert es bis 100 km/h?" stellst du die Formel um: t = v/a. 100 km/h = 27,8 m/s, also t = 27,8 ÷ 4,5 = 6,2s.
Bei Geschwindigkeitsänderungen rechnest du mit der Differenz: Δv = 70 km/h = 19,4 m/s. Dann wieder t = Δv/a.
Merkhilfe: Umrechnung km/h zu m/s: durch 3,6 teilen. Umgekehrt: mal 3,6 nehmen!

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Kraft und ihre Wirkungen
Kraft (Formelzeichen: F, Einheit: Newton) zeigt, wie stark ein Körper auf einen anderen einwirkt. Sie kann Bewegungen ändern oder Körper verformen - denk an einen Fußball beim Schuss.
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Wurfberechnung am Beispiel
Das Kanonenbeispiel zeigt die praktische Anwendung: Bei v = 100 m/s und α = 30° berechnest du erst die Komponenten vᵧ = 100 × sin(30°) = 50 m/s und vₓ = 100 × cos(30°) = 86,6 m/s.
Die Flugzeit bis zur maximalen Höhe ist tₖ = vᵧ/g = 50/9,81 ≈ 5,1s. Die maximale Höhe berechnest du mit h = ½gt² = ½ × 9,81 × (5,1)² ≈ 128m.
Für die Gesamtflugzeit addierst du die Zeit nach oben und nach unten. Die Wurfweite ist dann s = vₓ × tges.
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Scheinkräfte und Bezugssysteme
Scheinkräfte wie die Zentrifugalkraft treten nur in beschleunigten Bezugssystemen auf. Im Auto in der Kurve spürst du sie, obwohl physikalisch keine "echte" Kraft da ist.
Ein Bezugssystem ist dein Koordinatensystem zur Beschreibung von Bewegungen. Inertialsysteme sind unbeschleunigte Bezugssysteme - hier gelten die normalen Physikgesetze.
Alle Inertialsysteme, die sich gleichförmig geradlinig zueinander bewegen, sind gleichberechtigt. In ihnen gelten dieselben physikalischen Gesetze.
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