Wahrnehmung und Alarmierungskonzept
In Notfällen ist Ruhe bewahren dein wichtigster Verbündeter. Je entspannter du bleibst, desto besser kannst du die Situation überblicken und effektiv handeln.
Das Alarmierungskonzept funktioniert nach drei einfachen Schritten: Schauen, Denken, Handeln. Beim Schauen stellst du dir die W-Fragen: Was ist passiert? Wer ist beteiligt und betroffen? Beim Denken erkennst du Gefahren und bewertest die Sicherheit für dich und die Klientin.
Beim Handeln führst du den Selbstschutz durch, alarmierst und leitest Sofortmassnahmen ein. Diese systematische Herangehensweise hilft dir, auch unter Stress strukturiert zu bleiben und nichts Wichtiges zu übersehen.
Merke: Selbstschutz geht immer vor – du kannst nur helfen, wenn du selbst sicher bist!
Verbrennungen verstehen
Verbrennungen zerstören unsere wichtigste Schutzhülle – die Haut. Dadurch verliert der Körper nicht nur Flüssigkeit, sondern wird auch anfällig für gefährliche Infektionen aus der Umgebung.
Die Verbrennungsgrade zeigen dir, wie tief die Verletzung reicht. Grad I betrifft nur die Hautoberfläche und zeigt sich durch Rötung ohne Blasen. Grad II reicht tiefer und bildet Blasen, während Grad III bis ins Unterhautgewebe reicht. Bei Grad IV werden sogar Muskeln und Knochen sichtbar.
In der Akutbehandlung entfernst du zuerst die Hitzequelle. Bei kleineren Verbrennungen kühlst du mit fliessendem Leitungswasser – aber Vorsicht bei grösseren Verbrennungen ab 15% Körperoberfläche, da droht Unterkühlung!