Platons Gleichnisse - Höhlen- und Sonnengleichnis
Stell dir vor, dein ganzes Leben wäre wie ein Schattentheater - das ist die Grundidee von Platons Höhlengleichnis. Gefangene in einer Höhle sehen nur Schatten an der Wand und halten diese für die Realität, bis einer von ihnen befreit wird und das echte Sonnenlicht erblickt.
Das Gleichnis zeigt vier Erkenntnisstufen auf: Erst siehst du nur Schatten (Unwissen), dann erkennst du das Feuer (erste Wissenschaft), danach die echten Dinge (wahre Erkenntnis) und schließlich die Sonne als Quelle allen Lichts (die Idee des Guten). Der befreite Gefangene will sein Wissen teilen, wird aber von den anderen verspottet.
Im Sonnengleichnis vergleicht Platon das Gute mit der Sonne. Wie die Sonne das Sehen ermöglicht, so ermöglicht die Idee des Guten alle Erkenntnis. Ohne Licht können wir nichts sehen - ohne das Gute können wir nicht denken oder erkennen.
Merke dir: Platon unterscheidet zwischen der Sinnenwelt (unvollkommene Abbilder) und der Ideenwelt (perfekte Urbilder). Wahre Erkenntnis kommt nur durch die Hinwendung zur Ideenwelt!




