Meinen, Glauben, Wissen nach Kant
Stell dir vor, du hörst ein Gerücht über einen Mitschüler - meinst du es nur, glaubst du daran oder weißt du es wirklich? Kant hat dafür eine klare Unterscheidung entwickelt.
Fürwahrhalten bedeutet, dass unser Verstand etwas für wahr hält. Das kann auf objektiven Gründen basieren (Überzeugung) oder nur auf subjektiven Ursachen (Überredung). Überzeugung führt zu drei Stufen: Meinen, Glauben und Wissen.
Meinen ist sowohl subjektiv als auch objektiv unzureichend - du hast keine wirklichen Beweise und bist dir auch nicht sicher. Glauben ist subjektiv zureichend (du bist überzeugt), aber objektiv unzureichend (die Beweise reichen nicht für alle). Wissen ist sowohl subjektiv als auch objektiv zureichend - du bist überzeugt UND hast Beweise, die für jeden gelten.
Merke dir: Wissen = Überzeugung für dich selbst + Gewissheit für jedermann
Das Gettier-Problem zeigt allerdings, dass selbst "wahre, gerechtfertigte Meinung" nicht immer Wissen ist, wenn Zufall im Spiel ist. Ein Zeuge beschreibt den Täter als blond, obwohl er braune Haare hat - zufällig hat sich der Täter aber die Haare blond gefärbt.










