Wunder und Dämonenglaube
Wunder galten als direkter Eingriff Gottes oder der Heiligen in die Welt. Was wir heute als Halluzinationen oder Nahtoderfahrungen erklären würden, waren damals echte Visionen und Jenseitsreisen. Diese Erlebnisse führten zur Gründung von Klöstern und neuen Feiertagen.
Die mittelalterliche Welt war zweigeteilt: Auf der einen Seite das Reich Gottes mit Engeln und Heiligen, auf der anderen die chaotische Welt der Dämonen mit Satan an der Spitze. Der Mensch stand mittendrin zwischen diesen Mächten.
Dämonen erschienen in verschiedenen Gestalten - als Tiere wie Hunde, Katzen oder fliegende Drachen, aber auch als Menschen in dunklen Gewändern. Die Begegnung mit ihnen war meist tödlich: Mönche, die den Teufel sahen, starben oft kurz danach.
Diese ständige Angst vor dem Dämonischen führte dazu, dass die Menschen noch mehr auf die Autorität der Kirche angewiesen waren. Nur sie konnte scheinbar Sicherheit vor den unsichtbaren Gefahren bieten.
Wichtig für die Klassenarbeit: Die Dämonenfurcht stärkte die Macht der Kirche - wer Schutz vor dem Bösen wollte, musste sich an die kirchliche Lehre halten!