Spanien im 20. und 21. Jahrhundert
Spaniens Geschichte ist geprägt von dramatischen Umbrüchen. Anfang des 20. Jahrhunderts war Spanien eine überwiegend ländliche Gesellschaft mit enormen sozialen Unterschieden. Diese Ausgangslage führte zu bedeutenden politischen Veränderungen.
Die Zweite Republik entstand, als die Koalition aus republikanischen und sozialistischen Parteien die Kommunalwahlen gewann und König Alfonso XIII. abdankte. Sie brachte wichtige Reformen wie die Trennung von Kirche und Staat, Frauenrechte (Wahlrecht, Abtreibung, Scheidung) und eine Bildungsreform. Allerdings stieß sie auf Widerstand bei der Kirche und konservativen Gruppen.
Der Spanische Bürgerkrieg begann mit einem Militäraufstand unter Francisco Franco gegen die republikanische Regierung. Es war nicht nur ein Kampf zwischen Republikanern und Faschisten, sondern auch ein Klassenkonflikt und ein Religionskrieg. Am 1. April 1939 erklärte Franco seinen Sieg.
Wusstest du? Der Spanische Bürgerkrieg wird oft als "Krieg der zwei Spanien" bezeichnet, weil er die tiefen Spaltungen in der spanischen Gesellschaft offenlegte.
Der Franquismus war ein autoritäres Regime mit Francisco Franco als totalitärem Machthaber. Die Anfangsjahre waren von systematischer Unterdrückung, Medienkontrolle und Armut geprägt. Das Regime basierte auf konservativen und katholischen Werten, mit nur einer erlaubten Partei (Falange). Nach internationaler Isolation in den "Hungerjahren" verbesserte sich die Wirtschaft in den 1960er Jahren, unterstützt durch den Tourismus. Das Regime endete mit Francos Tod am 20. November 1975.











