Grundlagen des Rechnungswesens
Das betriebliche Rechnungswesen ist wie das Gedächtnis eines Unternehmens - es erfasst systematisch alle wirtschaftlichen Vorgänge. Ziel ist es, die wirtschaftliche Entwicklung zu planen und zu analysieren.
Es gibt vier wichtige Teilbereiche: Buchführung, Kosten- & Leistungsberechnung, Statistik und Planung. Diese arbeiten zusammen, um ein vollständiges Bild der Unternehmenslage zu schaffen.
Inventur, Inventar und Bilanz sind die drei Säulen der Bestandsaufnahme. Bei der Inventur zählst du tatsächlich alles (durch wiegen, messen, schätzen). Das Inventar ist dann das detaillierte Verzeichnis aller Vermögensgegenstände und Schulden.
Die Bilanz ist die verkürzte, übersichtliche Version des Inventars in Kontenform. Links stehen die Aktiva (wo das Geld verwendet wird), rechts die Passiva (woher das Geld kommt). Am Jahresende wird eine Schlussbilanz erstellt, die zur Basis für das nächste Geschäftsjahr wird.
Merktipp: Aktiva = Mittelverwendung, Passiva = Mittelherkunft
Buchungssätze dokumentieren jeden Geschäftsvorfall nach dem Prinzip "Soll an Haben". Das Grundbuch erfasst alles zeitlich, das Hauptbuch ordnet systematisch nach Konten. Das GuV-Konto ermittelt schließlich den Gewinn oder Verlust: Aufwendungen (Soll) gegen Erträge (Haben).