Grundlagen und Ablauf der Selbstfinanzierung
Selbstfinanzierung bedeutet ganz einfach: Ein Unternehmen nutzt seine Gewinne, um sich selbst zu finanzieren, anstatt das Geld komplett an die Aktionäre auszuschütten. Dadurch steigt automatisch das Eigenkapital - eine Win-Win-Situation für das Unternehmen.
Der Ablauf folgt einem festen Schema, das ihr auswendig können solltet: Jahresüberschuss minus Verlustvortrag ergibt den bereinigten Jahresüberschuss. Von diesem gehen noch die gesetzliche Rücklage (5%) und eventuell andere Gewinnrücklagen (bis zu 50%) ab, bevor ihr den Bilanzgewinn habt.
Bei der gesetzlichen Rücklage gibt's eine wichtige Regel: Sie muss so lange aufgebaut werden, bis sie zusammen mit der Kapitalrücklage 10% des Grundkapitals erreicht. Erst dann könnt ihr mit diesem Schritt pausieren.
Merktipp: Das Schema der Gewinnverwendung kommt garantiert in eurer Klausur dran - lernt es auswendig!
Für die Praxis müsst ihr auch Ober- und Untergrenzen der Selbstfinanzierung berechnen können. Die Untergrenze umfasst nur gesetzliche Rücklage und Gewinnvortrag, die Obergrenze zusätzlich noch die anderen Gewinnrücklagen.



