Die Aktiengesellschaft (AG)ist eine der wichtigsten Unternehmensformen für Großbetriebe... Mehr anzeigen
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Grundlagen der Aktiengesellschaft
Du kennst bestimmt Unternehmen wie BMW oder SAP - das sind Aktiengesellschaften. Eine AG ist eine Kapitalgesellschaft, die erst mit der Eintragung ins Handelsregister rechtsfähig wird.
Die Aktionäre stellen nur das Eigenkapital zur Verfügung, indem sie Aktien kaufen. Das Geniale: Sie können ihre Anteile jederzeit über die Wertpapierbörse verkaufen, ohne dass der AG dadurch Kapital entzogen wird - es ändern sich nur die Besitzer.
Für die Gründung braucht ihr mindestens 50.000€ Grundkapital. Bei einer Bargründung zahlen die Gründer Geld ein, bei einer Sachgründung bringen sie Wertgegenstände wie Patente oder Grundstücke ein. Der Gesellschaftsvertrag (Satzung) muss vom Notar beurkundet werden.
Merke dir: Nach der Handelsregistereintragung ist die AG eine vollwertige juristische Person mit drei wichtigen Organen: Vorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung.

Vorstand und Aufsichtsrat
Der Vorstand ist das Herzstück jeder AG - er führt die Geschäfte und vertritt das Unternehmen nach außen. Bei einem Grundkapital über 3 Millionen Euro müssen es mindestens zwei Personen sein. Der Aufsichtsrat bestellt ihn für maximal 5 Jahre.
Seine wichtigsten Aufgaben sind die Geschäftsführung, Erstellung des Jahresabschlusses und die Einberufung der Hauptversammlung mindestens einmal jährlich. Vorstandsmitglieder haben ein Wettbewerbsverbot - sie dürfen ohne Erlaubnis keine konkurrierende Tätigkeit ausüben.
Der Aufsichtsrat überwacht den Vorstand und besteht aus mindestens 3 Mitgliedern (die Zahl muss durch 3 teilbar sein). Bei kleinen AGs wählen die Arbeitnehmer ein Drittel der Aufsichtsratsmitglieder (Drittelbeteiligungsgesetz).
Wichtig für Klausuren: Bei großen AGs mit über 2.000 Mitarbeitern gilt das Mitbestimmungsgesetz - hier wählen Arbeitnehmer die Hälfte der 12-20 Aufsichtsratsmitglieder.

Hauptversammlung und Aktionärspflichten
In der Hauptversammlung treffen sich alle Aktionäre und üben ihre Rechte durch Stimmrecht aus. Sie wählen die Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseigner, beschließen über Satzungsänderungen und entscheiden über die Verwendung des Bilanzgewinns.
Jeder Aktionär kann vom Vorstand Auskunft verlangen, solange dadurch der Gesellschaft kein erheblicher Nachteil entsteht. Die Hauptversammlung kann auch Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder entlasten.
Als Aktionär hast du hauptsächlich zwei Pflichten: Du musst deine Kapitaleinlage leisten (mindestens 25% bei Bareinlagen, Sacheinlagen vollständig) und die Risikohaftung in Höhe des Aktienwerts übernehmen.
Das Risiko begrenzt sich auf deinen Einsatz: Anders als bei Personengesellschaften haftest du als Aktionär nur mit dem Wert deiner Aktien - nie mit deinem Privatvermögen.

Aktionärsrechte und Auflösung
Als Aktionär hast du vier zentrale Rechte, die deine Investition schützen. Das Dividendenrecht gibt dir Anspruch auf deinen Anteil am Bilanzgewinn - die Dividende wird meist als Eurobetrag je Aktie ausgedrückt.
Das Bezugsrecht sichert dir bei Kapitalerhöhungen zu, neue Aktien entsprechend deinem bisherigen Anteil zu erwerben. Falls die AG aufgelöst wird, erhältst du deinen Anteil am Liquidationserlös nach Abzug aller Verbindlichkeiten.
Dein Stimmrecht richtet sich nach dem Nennwert oder der Anzahl deiner Aktien. Du musst nicht persönlich zur Hauptversammlung - Vollmachten sind möglich.
Eine AG kann durch Insolvenzverfahren, Beschluss der Hauptversammlung oder andere in der Satzung festgelegte Gründe aufgelöst werden.
Praxistipp: Bei börsennotierten AGs müssen alle Hauptversammlungsbeschlüsse notariell beurkundet werden - das sorgt für Rechtssicherheit.

Bedeutung der Aktiengesellschaft
Die AG ist die Unternehmensform für kapitalintensive Großbetriebe. Durch die Aufteilung des Grundkapitals in viele kleine Anteile können riesige Kapitalbeträge gesammelt werden - perfekt für teure Forschungsprojekte und Betriebsanlagen.
Ein großer Vorteil ist die Trennung von Unternehmensleitung und Kapitalaufbringung. So können die besten Fachkräfte die Geschäfte führen, auch wenn sie nicht die reichsten Investoren sind. Die Verteilung der Verantwortung auf mehrere Personen macht die Führung stabiler.
Gesamtwirtschaftlich sind AGs extrem wichtig: Sie stellen Millionen von Arbeitsplätzen zur Verfügung, zahlen oft übertarifliche Löhne und finanzieren aufwendige Forschung. Der Nachteil: Durch ihre Größe sind sie oft unflexibel bei schnellen Entscheidungen.
Merksatz: Die AG ermöglicht es, dass sich viele kleine Sparer an großen, innovativen Unternehmen beteiligen können - ein Grundpfeiler der modernen Marktwirtschaft.
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Die Aktiengesellschaft (AG) ist eine der wichtigsten Unternehmensformen für Großbetriebe in Deutschland. Als juristische Person kann sie eigenständig Verträge abschließen und klagen - dabei haften nur die AG selbst, nicht die Aktionäre persönlich.

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Du kennst bestimmt Unternehmen wie BMW oder SAP - das sind Aktiengesellschaften. Eine AG ist eine Kapitalgesellschaft, die erst mit der Eintragung ins Handelsregister rechtsfähig wird.
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In der Hauptversammlung treffen sich alle Aktionäre und üben ihre Rechte durch Stimmrecht aus. Sie wählen die Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseigner, beschließen über Satzungsänderungen und entscheiden über die Verwendung des Bilanzgewinns.
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