Definition und Infektionskette
Eine Infektion entsteht, wenn Mikroorganismen (Bakterien, Viren, Pilze oder Protozoen) in den Körper eindringen und sich dort vermehren. Erst wenn typische Entzündungszeichen auftreten - Calor, Tumor, Rubor, Dolor und Functio laesa - spricht man von einer Infektionskrankheit.
Je nach Ausbreitung unterscheiden wir zwischen lokalen Infektionen (auf Eintrittsstelle beschränkt) und systemischen Infektionen (Erreger gelangen ins Gefäßsystem). Manche Infektionen verlaufen ohne Symptome (inapparente Infektion), während opportunistische Infektionen nur bei abwehrgeschwächten Personen auftreten.
Die Infektionskette besteht aus drei Hauptkomponenten: der Infektionsquelle (Mensch, Tier oder Gegenstand), dem Übertragungsweg und dem Empfänger. Besonders infektionsgefährdet sind Menschen mit chronischen Grunderkrankungen, Immunschwäche oder in sehr hohem oder niedrigem Alter.
💡 Merke: Bei einer endogenen Infektion stammen die Erreger aus der eigenen Körperflora, während bei exogenen Infektionen die Ursache in der Umgebung liegt.







































