Stoffwechselphysiologie und Muskelfasern
Die Stoffwechselphysiologie spielt eine zentrale Rolle beim Ausdauertraining und hat Auswirkungen von Ausdauertraining auf den Körper. Besonders wichtig sind dabei die Funktionen des Herz-Kreislauf-Systems, der Atmung und der muskulären Energiebereitstellung.
Muskuläre Energie:
- Je nach Sportart ist die Zufuhr, Speicherung und Verwertung von Substraten für die ATP-Synthese in unterschiedlichem Maß entscheidend.
- In der Muskulatur finden sich sportspezifische Konzentrationen: Aerob Trainierte haben eine höhere intramuskuläre Fettkonzentration, während anaerob Trainierte mehr intramuskuläres Glykogen aufweisen.
- Die Enzyme für die Verwertung der Substrate sind entscheidend, wobei Trainierte eine höhere Konzentration aufweisen.
Definition: ATP (Adenosintriphosphat) ist der universelle Energieträger in den Zellen und wird für alle energieabhängigen Prozesse benötigt.
Muskelfasern und Laktatshuttle:
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Es gibt zwei Haupttypen von Muskelfasern:
- Typ 1 (langsame Fasern): Zuständig für den Laktatabbau
- Typ 2 (schnelle Fasern): Verantwortlich für die Laktatproduktion
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Die Verteilung der Muskelfasern variiert je nach Sportart:
- Sprinter haben mehr Typ-2-Fasern, was zu einem schnelleren Laktatanstieg führt.
- Marathonläufer haben mehr Typ-1-Fasern, was einen späteren Laktatanstieg zur Folge hat.
- Mittelstreckenläufer liegen mit ihrem Laktatanstieg dazwischen.
Example: Ein 100-Meter-Sprinter wird aufgrund seiner Muskelfaserzusammensetzung schneller Laktat produzieren als ein Marathonläufer.
Sauerstoffdefizit und Sauerstoffschuld:
- Sauerstoffdefizit tritt auf, wenn die Sauerstoffaufnahme geringer ist als der Sauerstoffbedarf. Die Differenz wird als Defizit bezeichnet.
- Sauerstoffschuld entsteht, wenn die Sauerstoffaufnahme höher ist als der Sauerstoffbedarf. Die Differenz wird als Schuld bezeichnet.
Highlight: Das Verständnis von Sauerstoffdefizit und -schuld ist wichtig für die Planung und Durchführung von Ausdauertraining.
Kinder und Jugendliche:
- Bei Kindern und Jugendlichen führt Ausdauertraining zu Anpassungserscheinungen verschiedener Organe und Organsysteme.
- Es kommt zu einer wachstumsbedingten Verbesserung der Herz-Kreislauf-Parameter.
- Die Bewegungsabläufe werden ökonomisiert, was zu einer Verbesserung der Ausdauerleistungsfähigkeit führt.
- Eine gesteigerte Ausdauerleistungsfähigkeit hat positive Auswirkungen auf andere physische Leistungsfaktoren wie Schnelligkeit, Schnellkraft, Schnelligkeitsausdauer, Kraft, Kraftausdauer und koordinative Leistungsfähigkeit.
Vocabulary: Die aerobe Kapazität bezeichnet die Fähigkeit des Körpers, Sauerstoff aufzunehmen, zu transportieren und zu verwerten. Kinder haben eine hervorragende Trainierbarkeit in diesem Bereich.




