Grundlagen und Arten der Epilepsie
Epileptische Anfälle sind vorübergehende Funktionsstörungen des Zentralnervensystems, bei denen viele Nervenzellen gleichzeitig entladen. Die Epilepsie selbst beschreibt die dauerhaft erhöhte Bereitschaft des Gehirns, solche Anfälle zu entwickeln.
Besonders gefährlich wird es beim Status epilepticus - hier dauern Anfälle länger als 5 Minuten oder das Bewusstsein kehrt zwischen den Anfällen nicht zurück. Dieser lebensbedrohliche Zustand muss sofort medikamentös behandelt werden.
Es gibt drei Hauptkategorien: symptomatische Epilepsie (nachweisbare Ursachen wie Tumore), kryptogene Epilepsie (fokale Ursache nicht nachweisbar) und idiopathische Epilepsie (wahrscheinlich familiäre Veranlagung).
Wichtig: Etwa 5% aller Menschen erleiden mindestens einmal im Leben einen epileptischen Anfall - oft ausgelöst durch Fieber, Unterzuckerung oder Elektrolytstörungen.
Partielle Anfälle betreffen nur bestimmte Hirnregionen. Einfach partielle Anfälle gehen ohne Bewusstseinsstörung einher - du könntest Muskelzuckungen, Kribbeln oder Lichtblitze wahrnehmen. Komplex partielle Anfälle führen zu Bewusstseinsstörungen mit auffälligen Automatismen wie Schmatzbewegungen.




