Grundlagen der Erregungsleitung
Stell dir vor, dein Nervensystem ist wie ein riesiges Telekommunikationsnetz. Die Erregungsleitung sorgt dafür, dass elektrische Signale von Nervenzellen zu Muskeln oder anderen Nerven gelangen. Das Signal startet am Axonhügel eines Neurons und wird als Aktionspotential weitergeleitet.
Dabei verändert sich die Spannung an der Zellmembran – wie bei einem elektrischen Impuls, der durch ein Kabel läuft. Je nach Aufbau der Nervenzelle gibt es zwei verschiedene Arten der Weiterleitung.
Die saltatorische Erregungsleitung ist dabei das Hightech-System der Natur. Hier sind die Nervenzellen mit einer Myelinscheide ummantelt – einer Art Isolierung wie bei Stromkabeln. An den Ranvier'schen Schnürringen (den nicht-umhüllten Bereichen) springt das Signal von Punkt zu Punkt.
Merktipp: "Saltatorisch" kommt von lateinisch "saltare" = springen – das Signal hüpft quasi von Knoten zu Knoten!




