Evolutionstheorien
Lamarcks Transformationstheorie war der erste Versuch, den Artenwandel wissenschaftlich zu erklären. Er beobachtete Ähnlichkeiten zwischen fossilen und lebenden Arten und entwickelte daraus seine Theorie der aktiven Anpassung.
Lamarcks Grundidee: Tiere haben einen inneren Drang zur Vervollkommnung und passen sich aktiv an ihre Umwelt an. Seine zwei berühmten Gesetze waren das Gesetz vom Gebrauch der Organe (häufig genutzte Organe werden stärker) und das Gesetz der Vererbung erworbener Eigenschaften. Das klassische Beispiel: Giraffen strecken ihre Hälse nach höheren Blättern und vererben diese längeren Hälse an ihre Nachkommen.
Darwins Evolutionstheorie revolutionierte das Verständnis mit dem Konzept der passiven Anpassung. Darwin erkannte: Lebewesen produzieren mehr Nachkommen, als Ressourcen vorhanden sind. Daraus folgt ein "struggle for life" - ein Überlebenskampf, bei dem nur die bestangepassten Individuen überleben ("survival of the fittest").
Merkhilfe: Lamarck = aktive Anpassung (Tiere passen sich bewusst an), Darwin = passive Anpassung (Natur selektiert die Besten)
Die Synthetische Evolutionstheorie erweitert Darwins Ansatz um moderne Genetik. Sie basiert auf fünf Evolutionsfaktoren: Rekombination, Mutation, natürliche Selektion, Genfluss und Gendrift. Diese Faktoren verändern den Genpool von Populationen und führen zur Entstehung neuer Arten.











